Traum Line-Up

3 Bands, Die Man Mal Zusammen Auf Tour Bringen Sollte


Als ich vor ein paar Tagen auf diesem Plakat zum ersten Mal gesehen habe, dass im April A Day To Remember, State Champs und Parkway Drive zusammen auf US-Tour gehen, bin ich kurz in Schnappatmung verfallen. Die erste Core-Band, die ich gut fand, zusammen auf Tour mit der wohl einzigen Metalcore-Kapelle, die ich mag und den Jungs, die meiner Meinung nach das beste Pop Punk-Album der letzten Jahre rausgebracht haben?! Sobald meine Atmung sich wieder normalisiert hatte, begann ich ein wenig zu fantasieren. Ich habe mich gefragt: Was wäre das Dreiergespann meiner Traum-Tour, von der ich aus dem Schaukelstuhl noch meinen Enkelkindern erzählen würde? Die Antwort fiel mir leichter als gedacht:

Opener: La Dispute

Warum? Ein gutes Line-Up muss sich steigern. Und damit nicht schon nach der ersten Band das Publikum blutend und keuchend vor der Bühne steht, würden La Dispute den Start meines Traum-Line-Ups markieren. Vor kurzem habe ich mir die Band-Doku „Tiny Dots“ angesehen und auch wenn der Film an manchen Stellen etwas langatmig ausfällt: Bei jeder Szene, in der die vier Jungs aus Michigan in ihrer unaufgeregten und sympathischen Art Songs wie „For Mayor in Splitsville“ auf die Bühne zauberten, wurde mir wieder bewusst, warum La Dispute zu meinen absoluten All Time Favourites gehören.

Pflicht-Song für die Setlist: „Nobody, Not Even The Rain“. Der in 1:10 Minuten beweist, dass ein guter Song nicht lang sein muss, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Co-Headliner: Saosin

Warum? Vielleicht ist es einfach der Zeitpunkt, der mich Saosin ohne zu Zögern auf diese Liste schreiben lässt. Denn seit die Band letzte Woche einen neuen Album-Teaser veröffentlichte mit den Worten Coming this spring, läuft Saosin bei mir rauf und runter. Sei es die erste EP mit dem jetzt zurückgekehrten Sänger Anthony Green oder das Self Titled-Album aus dem Jahr 2006. Zwar kommen Saosin im Frühjahr mit ihren neuen Songs auch für ausgewählte Termine nach Europa, doch bisher ist noch kein Deutschland-Date dabei. Lasst uns hoffen, dass sich das noch ändert!

Pflicht-Song für die Setlist: Nach allem, was ich bisher gelesen habe, spielen die „neuen“ Saosin leider keine Songs aus ihrer Zeit mit Frontmann Cove Reber (2004–2010). Deshalb ist mein Wunsch wahrscheinlich ein wenig unwahrscheinlich, doch trotzdem werfe ich „You’re Not Alone“ in den Raum. Einfach weil es für mich bis heute der stärkste Saosin-Song ist – der hoffentlich bald von einem neuen abgelöst wird. Hach, ich freue mich wie ein Schnitzel auf dieses Album!

Main Act: Stick To Your Guns

Warum? Jeder, der schon einmal auf einem Stick To Your Guns-Konzert war, wird über die Frage, warum sie der Headliner meines absoluten Wunsch-Line-Ups sind, nur müde lächeln können. Denn obwohl ich die Jungs aus Kalifornien am Freitag zum vierten Mal live genießen durfte (Post-Konzert-Depression ahoi!), hat die Show von Jesse Barnett und Co. nie etwas mit Routine oder einstudierter Choreo zu tun (anders als bei vielen anderen Bands, die ich schon öfters live gesehen habe). Im Gegenteil. Ich genieße jedes Stick To Your Guns-Konzert, als wäre es mein erstes – und letztes.

Pflicht-Song für die Setlist: Ohne eine Sekunde mit der Wimper zu zucken: „Left You Behind“ vom letztem Album DISOBEDIENT. Auch wenn der Song wahrscheinlich etwas Tempo aus der Show nimmt, ich würde alles geben, um diese Hymne einmal live zu erleben. Vielleicht ja bei der Stick To Your Guns-Show Nummer 5…


Egal in welchem Parallel-Universum sich diese Tour abspielt – ich will da hin…

 

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