American Apparel

American Apparel Ist Die Marke Für Alle, Die Keinen Bock Mehr Auf ‚Made In Taiwan‘ Haben


Made in China, Made in Taiwan, Made in Bangladesch: Irgendwie trübt der Blick aufs Etikett manchmal die Freude an meinen Lieblingsteilen. Doch auch wenn ich mit Bauchweh Nachrichten über die schlechten Arbeitsbedingungen dort lese, habe ich das Gefühl, es fehlt an Alternativen. Selbst bei großen und teuren Marken bin ich mir nie sicher, wo und wie sie ihre Klamotten produzieren. Wem es genau so geht wie mir, für den haben wir seit kurzem eine neue Marke im Store: American Apparel, eine Brand, die schon seit mehr als 10 Jahren beweist, dass günstige (und coole) Mode abseits von Ausbeutung möglich ist. 

Produziert mitten im Herzen von L.A., unter Einhaltung strenger Umweltgesetze, faire Löhne für die Mitarbeiter (im Schnitt 11 Euro/Stunde) – klingt gut, oder? Ist es auch. Und trotzdem war American Apparel in den letzten Monaten vor allem mit negativen Schlagzeilen in der Presse. Ein Grund: der ehemalige Chef und Gründer Dov Charney. Ein Mann, der Mitarbeiterbesprechungen in seinem Schlafzimmer abgehalten haben soll, sich während eines Interviews selbst befriedigte, seine Angestellten als „Schlampen“ und „Huren“ bezeichnete – what the fuck, klingt das nur für mich wie die Grundlage einer Netflix-Serie?

>> Alle Teile von American Apparel findet ihr hier

Ende 2014 wurde American Apparel den unbeliebten Chef los – doch das Image der Marke war zu dem Zeitpunkt schon ordentlich angekratzt, auch die neue Chefin Paula Schneider konnte dem nicht mehr viel entgegensetzen: Im Herbst 2015 musste American Apparel schließlich Insolvenz anmelden. Doch jetzt wagt die Marke aus Kalifornien den Neustart und will sich dabei wieder auf ihre Wurzeln besinnen:

FAIR – American Apparel zahlt seinen NäherInnen weltweit die höchsten Löhne der Branche – in einer Woche verdienen sie mehr, als ihre KollegInnen in Bangladesh in einem Monat. Daran ändern auch die letzten turbulenten Monate der Marke nichts.

SOZIAL – Neben der fairen Bezahlung liegen American Apparel auch Themen wie Chancengleichheit oder Meinungsfreiheit am Herzen, zum Beispiel von Lesben, Schwulen und Transgendern, die sie durch Pressearbeit, Produkte, Werbung und Co. unterstützten.

ÖKOLOGISCH – Nicht nur die Shirts selber, aus feinster amerikanischer Baumwolle, kommen ohne belastbare Chemikalien aus, auch Paletten, Kisten und andere Materialien im Betrieb werden so lange benutzt wie möglich und dann umweltfreundlich recycelt.


Faire Mode, ‚Made in the USA‘ – American Apparel hat definitiv eine zweite Chance verdient…

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