Yungblud, BMTH im Mainstream

Bring Me The Mainstream: Warum Mainstream nicht immer schlecht ist


Mainstream ist der Feind – so kommt es zumindest in der ein oder anderen Kommentarspalte rüber. Bands wie Bring Me The Horizon, die ihren Sound verändern oder Mainstream-Acts wie Yungblud, die mit ihrem Alternative Rock die Massen begeistern, beweisen, dass Mainstream nicht immer schlecht sein muss.

Yungblud

2018 kam Yungblud mit seiner Debüt-EP daher und konnte seitdem eine große Fanbase um sich herum sammeln. Der Engländer begeistert mit seiner Alternative Rock-Musik, der man die Pop Punk-Einflüsse kaum absprechen kann, die Massen. Als Teil der Szene outete er sich endgültig, als er auf dem Bring Me The Horizon-Song „Obey“ zu hören war.

Machine Gun Kelly

Machine Gun Kelly ist eigentlich Rapper, aber kaum noch aus der Szene wegzudenken. Bereits 2013 war er auf dem Sleeping With Sirens-Song „Alone“ vertreten und erst kürzlich war SWS-Frontmann Kellin Quinn wiederum auf dem MGK-Song „Love Race“ als Unterstützung zu hören. Aber auch mit Blink-182-Drummer Travis Barker und Yungblud hat MGK schon den einen oder anderen Song gemacht.

Billie Eilish

Während MGK, Yungblud und Travis Barker gerade ihre eigene Szene zusammen basteln, ist Billie Eilish ebenfalls kaum noch aus dem Mainstream wegzudenken. Die 19-Jährige begeistert immer wieder mit ihrer außergewöhnlichen Stimme und Musik – nicht umsonst gewann sie im vergangenen Jahr alle vier Hauptkategorien bei den Grammy Awards. Dennoch weist ihre Ästhetik Einflüsse aus der Szene auf.

Olivia Rodrigo

Olivia Rodrigo ist mit ihrer Single „Driver’s License“ durch die Decke gegangen. Nachdem der Song mehrere Rekorde brach, war die Begeisterung für ihr Debüt-Album riesig. Darauf zu hören ist auch der Song „Good 4 U“, der ziemlich an Paramores „Misery Business“ erinnert – die guten alten Emo-Zeiten hinterlassen also auch heute noch ihre Spuren im Mainstream.

Lilhuddy

Der TikTok-Star wird von vielen als wichtige Person beim Pop Punk Revival gesehen, nachdem er mit seiner Single „21st Century Vampire“ viral gegangen ist. Aber man zählt wohl erst zum Pop Punk, wenn man Musik mit Travis Barker gemacht hat – also nahm Lilhuddy zusammen mit dem Blink-182-Drummer die Single „The Eulogy Of You And Me“ auf.

Bring Me The Horizon

Während einige Mainstream-Künstler sich von der alternativen Szene inspirieren lassen, geschieht das Ganze auch umgekehrt. So näherten sich Bring Me The Horizon bereits 2015 auf ihrem Album THAT’S THE SPIRIT sanfteren Sounds an, bevor sie 2019 mit AMO eine komplett neue Richtung einschlugen und sich an Electro-Elementen versuchten.

Panic! At The Disco

Panic! At The Disco gab es tatsächlich mal als Band! Jetzt besteht die One-Man-Show eigentlich nur noch aus Brendon Urie und hat sich von etwas schrägem Emo- zu radiotauglichem, erfolgreichen Mainstream-Sound entwickelt. Der Song „High Hopes“ vom letzten P!ATD-Album wurde in Deutschland sogar zu einem Fußball-Song.

Architects

Architects erging es nach ihrem letzten Album FOR THOSE THAT WISH TO EXIST ähnlich wie BMTH. Ihre Sound-Entwicklung, hin zu etwas sanfterer, radiotauglicher Musik, wurde durchwachsen von der Szene aufgenommen. Wenigstens bringen sie nicht 10x das selbe Album raus.

Fall Out Boy

Ebenfalls als Emo-Band gestartet, hatte das letzte Fall Out Boy-Album MANIA deutliche Mainstream-Vibes. Das muss allerdings nichts Negatives sein, denn MANIA beweist, dass sich die Band musikalisch weiterentwickelt hat und immer noch Laune macht.

Metallica

Metallica stehen hier stellvertretend für die Bands, die ihren Merch im H&M verkaufen. Musikalisch vielleicht aus anderen Gründen ausgelutscht, aber den Mainstream haben sie mit ihrem Bandnamen als Marke trotzdem um den Finger gewickelt. So geht Marketing!

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