Dein Herbst-Soundtrack: Burning Down Alaska


Kennt ihr dieses Gefühl, wenn der Song, den ihr gerade hört, an der Bushaltestelle, beim Aufräumen, in der Dusche, für einen kurzen Moment zum Soundtrack eures Lebens wird? Wenn ein Lied so perfekt ist und akustisch und lyrisch so gut passt, dass es sich anfühlt als ob es nur für euch gespielt wird und ihr der Hauptdarsteller im Muskvideo zu eurem Lieblingssong werdet? So geht es mir momentan bei jeder Nummer der Debüt-EP von Burning Down Alaska, „Values & Virtues“ (das übrigens nächste Woche nochmal auf Vinyl erscheint). Sphärischer Sound, Gitarrenriffs, die knallen, fette Melodien und Shouts, die einem tief aus der Seele sprechen – dieses Gesamtpaket macht Burning Down Alaska für mich gerade zur besten deutschen Melodic Hardcore-Band.

Als ich die Jungs vor einigen Monaten für mich entdeckt habe, war mein erster Gedanke: Noch so eine verdammt gute Melodic Hardcore-Kapelle aus Kalifornien, was haben die nur im Trinkwasser, dass so viele meiner Lieblingsbands von dort stammen!? Doch ich hätte mit dieser Annahme nicht „falscher“ liegen können. Zum einen bezeichnen Burning Down Alaska ihren Sound selbst als „New Wave Hardcore“ und zum anderen kommen sie nicht aus Sacramento, Santa Monica oder Los Angeles, sondern aus einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt mit dem sexy Namen Recklinghausen. Mit gerade mal Anfang 20 sind die Jungs als einzige deutsche Band bei der diesjährigen Never Say Die! Tour dabei.

NSD

Neben der Szenen, die sich zu ihrer Musik in meinem Kopf abspielen, haben Burning Down Alaska auch selbst einige großartige Clips veröffentlicht. Sie sind eine der wenigen Newcomer-Bands, die noch viel Wert auf Musikvideos zu legen scheinen, mit Liebe zum Detail und aufwendig in Szene gesetzt. Ein Beispiel dafür und mein persönliches Lieblingsvideo: „Phantoms“ feat. Michael McGough von Being As An Ocean. Wer beim letzten Refrain keine Gänsehaut kriegt, ist wahrscheinlich ein Felsbrocken.

Wer sich übrigens fragt, woher der Bandname „Burning Down Alaska“ stammt: Keine Sorge, die Jungs haben eigentlich gar nichts gegen Alaska und auch keine Absichten, den US-Staat niederzubrennen, der Name soll dafür stehen, wie rücksichtslos wir Menschen mit der Erde umgehen. Und auch um darüber zu philosophieren, ist Burning Down Alaska der perfekte Soundtrack…

 

Kommentare