Architects

Diese 5 Songs von Architects Sind Wie Weihnachten Und Geburtstag Zusammen


Nach wie vor halte ich meine Liebeserklärung an Architects für zeitgemäß, jedoch habe ich mich beim Schreiben dieser, viel zu sehr in der Sympathie für die Message, dem Auftreten und der Veränderung verloren. Kein Wort über die großartige Diskografie, den Sound und diese gottverdammt guten Songs. Songs denen wir es zu verdanken haben, dass Metalcore in Europa endlich nicht mehr der hässliche Stiefbruder des amerikanischen Wunderkinds ist. Was war nur in mich gefahren? Zeit das endlich nachzuholen:

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Learn To Live

Ein mittelalter Song von der 2011 erschienen Platte THE HERE AND NOW. Spätestens hier wurde klar, dass die Engländer zu weit aus mehr bestimmt sind. Ich bin nie ein Fan von clean Vocals, einfach weil sie größtenteils aufgesetzt klingen und weder zur brachialen Natur des Genres passen, noch zum Sound des jeweiligen Songs. Umso besser, wenn es Bands dann doch hinbekommen, so wie Architects hier. Sams warme Stimme bildet das perfekte Gegenstück zum harten Song, ohne, dass das Ganze vollkommen deplatziert wirkt.

Naysayer

Architects sind nun nicht erst seit dem Release von LOST FOREVER // LOST TOGETHER bekannt, jedoch war dieses Album und insbesondere dieser Song die längst überfällige Krönung. Der Song ist wütend, der melodische Übergang zur Hook reißt mit und mittlerweile ist die Zeile “So sick of the sound of people giving up” zum lyrischen Aushängeschild der Band geworden.

Devil’s Island

August 2011 schaute die Welt auf das Vereinigte Königreich. Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Riots nach dem Tod von Mark Duggan. Ich persönlich hielt das damals für den Anfang vom Ende der zivilisierten Welt. Die Tatsache, dass ich 2016 diese Zeilen schreibe ist der Beweis, dass dieses Ende nie kam. Doch damals lag eine Stimmung in der Luft. Eine Stimmung die Architects wenig später mit ‘Devil’s Island’ perfekt aufgegriffen haben. Der Song sticht vom Sound her vielleicht nicht unbedingt stark aus der restlichen Diskografie heraus, die damalige Aktualität jedoch schon. Allein die Tatsache, dass eine Band so schnell auf ein Ereignis reagiert und dies musikalisch aufarbeitet, ist vielleicht nicht ein absolutes Novum, jedoch leider die Ausnahme.

Early Grave

Architects machen schon seit 2006 Musik und sind seit 2007 mit Sam Carter als Frontmann unterwegs. Ihre anfängliche Untergrund-Berühmtheit hatten sie definitiv ihrem eigenen Still zu verdanken. Die Vocals und die Instrumentals wirken wie wunderschöne siamesische Zwillinge, ganz anders als damals bei großen amerikanischen Bands, die 2008 noch das Sagen in Sachen Breakdowns hatten. Fette Platte und brutaler Song. Ab 3:10 geht der richtige Krieg los

A Match Made In Heaven

Ich bin kein allzu großer Fan von LOST FOREVER // LOST TOGETHER, so hat die Platte 2014 nichtmal ihren Weg in meine Top 5-Liste geschafft. Nicht weil ich sie schlecht finde, andere Dinge haben mich damals einfach mehr geflasht. Die Platte ist gut, hat zu Recht tausende Fans, aber irgendwas hat mir an ihr gefehlt. Gleich die ersten Riffs von ‘A Match Made In Heaven’ haben mir aber das Gefühl gegeben, dass ich auf ALL OUR GODS HAVE ABANDONED US dieses gewisse Etwas wieder finden werde. Vielleicht irre ich mich auch, aber ich habe das Gefühl, dass Architects auf der neuen Platte nochmal einen großen Schritt nach vorn gemacht gemacht haben, das deutet zumindest dieser Song an.

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