Diversität - Daniel Quasar

Es lebe die Diversität: Acts die Regenbogenfarben tragen!


Dass die alternative Szene divers und weltoffen ist, wird besonders dann klar, wenn man sieht wie sich manche Artists und Bands für Diversität einsetzen. Einige Bands haben einen LGBTQ+ Hintergrund, während andere die Farben dieser Bewegung aus Überzeugung in die Welt hinaustragen. Passend zum Pride Month und als Reaktion auf die aktuellen Geschehnisse setzen wir ein Zeichen und präsentieren euch einige Künstler:innen, die sich stark gegen Homophobie und Ausgrenzung einsetzen! Denn diverse Sexualitäten sind normal!

Rolemodels der Diversität

Wir alle kennen den Queen Sänger Freddie Mercury und wissen von seiner Homsexualität, die er stets offen in die Welt kommunizierte. Er war einer der ersten bekannten Musiker:innen die sich voller Stolz bekannten. Im Jahr 1998 outete sich Rob Halford bei MTV als homosexuell. Der Judas Priest Sänger wurde zu einer Identifikationsfigur und traute sich diesen Schritt bereits vor der Jahrtausendwende.

Eine weitere Vorbildfunktion könnte Life Of Agony Sängerin Mina Caputo gewesen sein, die sich 2011 via Twitter zum weiblichen Geschlecht bekannte. 2012 traute sich auch Laura Jane Grace von Against Me! sich als Transfrau zu nennen und behandelte das Problem mit der Gender Dysmorphia auf dem 2014 erschienenen Album TRANSGENDER DYSMORPHIA BLUES – ein wahres Statement!

Homosexualität und Black Metal

Neben vielen Problemen die es in der elitären Black Metal Szene gibt, ist Homophobie und Transphobie ein Thema das heraussticht. 2008 kommunizierte der norwegische Sänger Gaahl, der vielen als ehemaliger Sänger von Gorgoroth und Kopf von Gaahl’s Wyrd bekannt ist, seine Homosexualität. Insbesondere in der Black Metal Szene wurde er von elitären Fans stark angefeindet. Doch auch hier gibt es eine Gegenbewegung, die sich für die LGBTQ+ Community einsetzt.

Mit ihrem neusten Album EMPIRE OF LOVE haben Violet Cold aus Azerbaijan ein klares Zeichen gesetzt. Politisch korrekter LGBTQ+ Post Black Metal, der unmissverständlich unkomfortabel für alle Musikfans mit trans- und homophoben Ideologien. Allein das Cover von EMPIRE OF LOVE hat einen Preis verdient. Etliche Bands könnten sich vom Aktivismus von Violet Cold eine Scheibe abschneiden!

Es tut sich etwas!

Erst letztes Jahr kommunizierten einige Musiker:innen, dass sie sich als Transmenschen sehen. Darunter zum Beispiel Thank You Scientist Schlagzeugerin Faye Fadem, Liturgy Mastermind Hunter Hendrix. Auch SeeYouSpaceCowboy Sängerin Connie Scarbossa bekennt sich als Transfrau und setzt mit ihrer Band ein Zeichen für die LGBTQ+ Community. Auch die britische Punk Band Nervus setzt sich stark für diese Community ein und bekennt ihre Flaggen.

Weitere Rolemodels finden sich in Elton John, der schon lange mit seiner Homosexualität offen umgeht. Lynn Dunn (PVRIS), die sich seit ihrem Outing stark für die LGBTQ+ Szene engagiert. Oder etwa Cynic Gitarrist Paul Masvidal und der bereits verstorbene Schlagzeuger Sean Reinert (✝). Die beiden enthüllten ihre Sexualität sogar gleichzeitig und setzten damit ein Zeichen in der Progressive Metal Szene.

Die Zukunft ist bunt!

Erst nach seinem Karriereende im Jahr 2014 äußerte sich der ehemalige Fussball-Profi Thomas Hitzelsperger zu seiner Homosexualität. Es benötigt Rolemodels wie ihn, Rolemodels wie Mina Caputo, Laura Jane Grace und andere in diesem Artikel genannte Menschen, denn noch immer sind Diversität, Transsexualität und Homosexualität ein Tabuthema. Es ist Zeit dies zu ändern, denn die Zukunft ist bunt!

Wie es in diesem Song so schön heißt:

Statistics say: Chances of being gay are more than one in ten, that means there’s a forty percent chance that one of the guys in Pantera likes men – hey!

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Flaggen-Credit: Daniel Quasar

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