New Kids am Internationalen Jogginghosen Tag

Eine Liebeserklärung An Die Jogginghose


Es ist wieder internationaler Jogginghosen-Tag und das heißt: Fashion Victims posten mit Duckface und ironischen Hashtags versehen Jogginghosen-Fotos auf Instagram und tausende Facebook-User klicken bei der Veranstaltung „Internationaler Jogginghosentag 2016“ auf „Teilnehmen“. Doch wer einen solchen Tag braucht, um ausgebeulte Sweatpants zu huldigen, der hat das gesamte Prinzip der Jogginghose nicht verstanden. Alles kann, nichts muss – aber Jogginghose ist fast immer ein Muss. Aus diesen 6 Gründen:

1. Jogginghosen fühlen sich an als würde Gott deine Beine umarmen

Bestimmt kennt ihr das Zitat von Karl Lagerfeld: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Ich sage: Wer eine Jogginghose trägt, weiß, dass er manchmal ruhig die Kontrolle über sein Leben abgeben darf. Konventionen sehen es leider vor, in Schule, Büro, Uni und Co. Jeans zu tragen, die nicht selten jedes Gefühl von Freiheit unterbinden. Doch ehrlich gesagt finde ich es gar nicht so schlimm, dass Jogginghosen selten den Wohnungs-Radius verlassen. Denn es gibt kein schöneres Gefühl, nach einem langen Tag in der Arbeit/Uni nach Hause zu kommen, die Schuhe ins Eck zu knallen, sich aus der Jeans zu pellen und in Joggers zu schlüpfen. Erst dann beginnt der Feierabend so richtig. Es ist als würde man aus seinem Arbeits-Kokon ausbrechen und zum wunderschönen, glücklichen Jogginghosen-Schmetterling werden.

2. Mit Jogginghosen machst du immer den Eindruck, gerade vom Sport zu kommen

Doch falls die Überwindung, sich in das Jeans-Gefängnis zu begeben, doch mal zu groß ist und man mit Jogginghosen das Haus verlassen muss: Keine Sorge. Denn Samstagnachmittag in Jogginghosen zu REWE nebenan, am besten noch ungeschminkt, leicht außer Atem vom Treppensteigen (3. Stock ohne Aufzug!!!) – und deine ganze Nachbarschaft wird glauben, du kommst gerade aus dem Fitnessstudio und nicht aus dem Bett.

3. Jogginghosen verurteilen dich nicht, wenn du zu viel gegessen hast

Zwei Worte: ELASTISCHER HOSENBUND. Ich bin mir sicher, der Mann, der Pizza-Lieferdienste erfand, hatte ein Problem mit der Jeans-Konvention in Restaurants und wollte sein Essen einfach nur in gemütlicher Atmosphäre genießen. Denn mit Jogginghosen gibt es diesen Moment nicht, an dem man vor dem leeren Teller sitzt und angespannt die Luft anhält, weil man Angst davor hat, dass sonst der Knopf deiner Jeans-Hose abspringt.

4. Jogginghosen haben das perfekte Kosten-Nutzen-Verhältnis

Wie viele Paar Jeans hast du dir in den letzten Jahren gekauft? Drei? Fünf? Zehn? Die Lieblings-Skinny sieht nach einigen Uni-Blockseminaren, Nachtschichten und unzähligen durchtanzten Partys irgendwann ziemlich abgeranzt aus. Dagegen macht die Jogginghose in der Regel nur Bekanntschaft mit der kuscheligen Oberfläche von Bett und Couch. Und selbst wenn sie nach vielen Jahren exzessiven Gammelns runtergerockt ist: DAS MUSS SO! Deshalb ist die Jogginghose quasi eine Investition fürs Leben. Die hier zum Beispiel:

Merch-Jogginghosen für Boys und Girls

5. Mit Jogginghosen bist du immer perfekt gestylt

Denn seien wir mal ehrlich: Egal was du zu einer ausgebeulten Jogginghose anziehst, ob Nike Sneaker oder High Heels, Holzfällerhemd oder Tank Top, es wird immer irgendwie lässig aussehen (manche würden auch den Ausdruck „asozial“ bemühen). Deshalb kannst du getrost sämtliche Texte zum Thema „So style ich eine Jogginghose richtig“ (ja, solche Artikel gibt es) ignorieren und einfach akzeptieren, dass mit Jogginghosen immer ein Hauch von Hartz IV-RTL-Look bleibt – und dass das nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss.

6. Ryan Gosling mag Jogginghosen. (hier der Beweis-Artikel)

Und was Ryan Gosling mag, kann nur gut sein.


Übrigens: Wer das Jogginghosen-Game durchgespielt und Bock auf Next Level-Entspannung hat, dem kann ich nur wärmstens ONESIES ans Herz legen.

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