Beste Shouter

Gut gebrüllt – Die 10 besten Shouter der Core-Szene


Ich liebe Geschrei! Was viele Mainstream-Hörer als „Affengebrüll“ bezeichnen würden, ist für Core-Anhänger einfach wunderbar. Der eine oder andere Frontmann ist darin ganz besonders gut. Viel Spaß mit unseren Top 10 der besten Shouter der Szene.

10. Joel Birch (The Amity Affliction)

Joel Birch ist das Herz und die Seele von The Amity Affliction, einer Band, die sich lyrisch vorwiegend mit Themen wie Selbstzweifel, Depressionen und Suizid auseinandersetzt – Dinge, die den Frontmann schon sein ganzes Leben beschäftigen. Bezeichnend dafür sind seine tiefgreifenden Shouts, welche brachial und voller Schmerz klingen – eine großartige Mischung wie ich finde, die Live sogar noch besser zur Geltung kommt als auf Platte.

9. Andrew Neufeld (Comeback Kid)

Andrew Neufeld war früher Gitarrist und gelangte nur durch Umwege ans Mikro – ein echter Quereinsteiger also. Wer die Band schon einmal Live erlebt hat, wird Eines bestätigen können: Andrew Neufeld ist ein Energiebündel! Wie ein bissiger Pitbull brüllt er sich von Song zu Song. Dabei überzeugt er durch eine sehr breite Range, die von Hardcore-Geschrei bis zu mitreißenden Clean Vocals reicht.

8. Danny Leal (Upon A Burning Body)

Ursprünglich als astreine Deathcore-Band gestartet, bedienen sich Upon A Burning Body heute an vielen unterschiedlichen Stilelementen und machen sogar vor klassischen Rockklängen und Latinomusik nicht Halt. Frontmann und Rampensau Danny Leal ist besonders hervorzuheben. Brüllen, Keifen, Grunzen, Rappen, Schreien, Singen – alles kein Problem für diesen Mann. Hut ab Danny – smoothe Leistung und ein verdienter 8. Platz.

7. Caleb Shomo (Beartooth)

Als das Ex-Attack Attack!-Mitglied im Jahr 2012 begann, Songs für sein damaliges Nebenprojekt Beartooth zu schreiben, hatte er noch keinen Schimmer, was sich daraus entwickeln würde. Heute gehören Beartooth zu den Hoffnungsträgern der modernen Core-Szene und Shomo ist einer der begnadetsten Sänger seiner Zeit. Seine charakteristischen Psycho-Schreiattacken fühlen sich an wie Stromschläge und fügen sich perfekt in den Hardcore Punk-Sound der Band ein.

6. Garret Russel (Silent Planet)

Garret Russel ist bekannt für sein dynamisches Organ: Derbe Fry Screams wechseln sich mit emotinalen Yellings und Sprechgesang ab. Durch seine besondere Bühnenpräsenz und seinen großartigen Flow ist Russel das treibende Element im oft diffusen Post Hardcore-Sound der Band.

5. Spencer Chamberlain (Underoath)

Der Underoath-Fronter ist der wohl erfahrenste Shouter in unserer Auswahl und auf der Bühne eine eindrucksvolle Erscheinung. Technisch schon immer eine Klasse für sich, besticht der 35-jährige auch durch Variabilität und Songdienlichkeit. Ganz besonders beeindruckt mich seine Leistung auf dem neuen Album ERASE ME.

4. Chris „CJ“ McMahon (Thy Art Is Murder)

Er darf in unserer Auswahl der besten Brüllaffen selbstverständlich nicht fehlen: Chris „CJ“ McMahon, seines Zeichens das Gesicht und die Stimme von Thy Art Is Murder, verfügt derzeit wohl über das gewaltigste Organ der Metal- und Hardcoreszene. Besonders stark sind seine tiefen, erdbebenartigen Growls. Daneben sieht selbst Whitechapel’s Phil Bozeman alt aus.

3. Winston McCall (Parkway Drive)

Brachial klang Winston von Parkway Drive schon immer und verbreitet seit jeher Angst und Schrecken mit seinen Schreiattacken. Dass er sich auch mal zurücknehmen kann, um den Instrumentalisten mehr Raum zu geben, deutete er zum ersten Mal auf dem 2015er Release IRE an. Das Resultat seiner Weiterentwicklung ist auf dem neuen Album REVERENCE zu hören und wir erleben den wohl vielseitigsten Winston McCall aller Zeiten.

2. Bastian “BastiBasti” Sobtzick (Callejon)

„BastiBasti“ ist eine Ausnahmeerscheinung im Metalcore. Der Callejon-Frontmann ist ein Vollblutmusiker, der seine Songs lebt wie kein Zweiter und zudem durch eine beeindruckende Technik überzeugt. Wer die Band kennt weiß: Basti kann einfach alles und man erkennt seine Stimme unter tausenden. Damit befördert er sich auf Platz 2 unserer Auswahl.

1. Sam Carter (Architects)

Die Nummer 1 meiner persönlichen Rangliste spielt gewissermaßen in einer eigenen Liga. Es handelt sich um keine geringeren als Sam Carter, Sänger der Architects. Das Organ des Briten kommt einer Urgewalt gleich. Gleichzeitig verfügt Carter über enorm viel Gefühl. Durch diese Eigenschaften sorgt er vom härtesten Nackenbrecher bis zur sanften Ballade für Gänsehaut, was ihn meiner Meinung nach zum besten Sänger der Szene macht.


Dieser Artikel stammt aus der Feder von Benjamin Chrubasik – Danke dafür! Du willst auch als Gastautor für uns tätig werden? Dann melde dich per Mail bei s.siegert@impericon.com!

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