„Listens to Turnover & Balance and Composure once“: Hundredth-Frontmann Chad reagiert auf Hate-Kommentare zum neuen Album


Man könnte es mittlerweile schon als das „Suicide Silence“-Syndrom bezeichnen. Sobald eine Band auf einem neuen Release ihren Sound in die eine oder andere Richtung verändert, schlägt ihr vor allem eines entgegen: HATE von alteingesessenen Oldschool-Fans, die den Stil des Debütalbums vermissen. Dieses Phänomen lässt sich auch gerade bei Hundredth beobachten. Die bringen Mitte Juni ihr neues Album RARE raus und die Singles, die sie bisher veröffentlichten, zeigen: Von dem ursprünglichen Melodic Hardcore ist NICHTS mehr übrig. Wir haben die sozialen Netzwerke nach Fan-Kommentaren zu diesem Stilwechsel durchforstet – und Hundredth-Frontmann Chad damit konfrontiert.

1. „Listens to Turnover & Balance and Composure once“ (YouTube)

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„Wir kennen diese Bands und sie machen ihre Sache echt gut, aber sie waren überhaupt keine Einflüsse für das neue Album. Wir haben uns aus der ‚Hardcore-Welt‘ weiterentwickelt, sie eher aus der ‚Pop Punk-Welt‘. Ich denke, dass RARE noch um einiges härter ist und alles in allem ein ganz anderes Feeling hat als diese Bands. Die meisten Leute, die diesen Vergleich anstellen, haben keine Ahnung von den älteren Classic Bands, die uns wirklich beeinflussen (z.B. The Smiths, Joy Division – Anm.d.Verf. – nachzulesen in dieser Spotify-Playlist). Sie kennen eben nur diese Bands innerhalb des Musikgenres und machen dann sofort diesen Vergleich, ohne sich tiefer gehend damit zu befassen.“

2. „Are you going to stop playing the heavy stuff live now?“ (Facebook)

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„Ja, wir spielen ab sofort nur noch Songs von RARE. Es fühlt sich für uns einfach richtig an. Wir haben vor unserer letzten EU/UK-Tour angekündigt, dass wir für eine längere Zeit keine alten Songs mehr spielen werden – und das haben wir auch so gemeint.“

3. „If you wanna change your sound a bit that can be a good thing, but don’t do a 180° and expect fans to be excited about it. That’s what side projects are for.“ (Facebook)

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„Dazu kann ich nur sagen: ‚See ya‘. Wir haben die Welt bereist und dabei acht Jahre lang denselben Style von Musik gespielt, quasi nonstop. Wir haben alles was geht in diese Band gesteckt, bei null angefangen. Warum sollten wir all das einfach wegwerfen und mit den exakt selben Leuten neu anfangen? Für uns war diese Entwicklung schon immer ein großes Thema, an die Grenzen davon zu stoßen, was wir erschaffen können, sowohl musikalisch als auch ästhetisch gesehen. Das ist unser nächstes Kapitel. Wenn dir die Richtung nicht gefällt, in die es geht, go ahead and step off – es ist uns wirklich egal.“

4. „I hope you guys make a ska album next :D“ (Facebook)

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„Haha! Ich würde sagen, dass wir jetzt unseren Sound gefunden haben. Ich glaube das Album ist sehr vielseitig und schlägt viele verschiedene Richtungen ein. Ich weiß wirklich nicht, in welche Richtung das Album danach gehen wird, aber ich weiß, dass wir nicht zu unserem alten Sound zurückkehren werden.“

5. „This kind of dramatic change in direction could have gone disastrously wrong but I am absolutely loving this and can’t wait to hear more“ (YouTube)

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„Als wir Ende April die erste Single ‚Neurotic‘ veröffentlicht haben, war das ehrlich gesagt richtig angsteinflößend, einfach abzuwarten, was passieren wird. Mit RARE wollten wir das Album machen, das wir selber hören wollen und wir waren selbstbewusst, da wir das Album mögen und stolz auf das Material waren. Aber wir haben auch miteinander Jokes gemacht, darüber dass es total verkacken wird und viele Leute es nicht verstehen würden. Ich glaube das passiert einfach, wenn du vier selbstbewusste Kerle sechs Wochen lang in ein Studio sperrst: Wir fangen an darüber Witze zu machen, wie wir uns selbst alles kaputt machen. Allerdings war die Reaktion der Fans unfassbar positiv und unsere Community war dieser Veränderung gegenüber wirklich offen – was wir sehr schätzen.“

6. „Man. Can’t get into this at all. Ya’ll should change your name“ (Facebook)

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„Tatsächlich hatten wir kurz den Gedanken, das zu tun. Aber wir dachten, da wir ja immer viel über Fortschritt und Entwicklung gesprochen haben, wäre es passender, einfach unseren Namen zu behalten.“

7. „Bands change with time and this is one beautiful change right here!“ (Facebook)

„Wir wollten einfach etwas komplett Anderes machen. Wir wussten, es würde eine gigantische Veränderung werden, da wir nicht mehr damit zufrieden waren, immer nur dasselbe Album zu machen, wieder und wieder. Wir wollten etwas machen, was auch mehr zu unseren musikalischen Einflüssen passt. Etwas, das wir auch selbst gerne hören möchten. RARE ist das Album, das wir immer machen wollten, aber bisher einfach zu feige waren, es zu riskieren – bis jetzt.“


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