Impericon-Festivalreporter @Highfield – Emi


…Zahnbürste, Zelt, Panzertape,…

Noch 3 Tage, ok eigentlich nur 2, denn zusammen mit meiner Festival-Crew reisen wir immer am Donnerstag an. Dann heißt es wieder: Bändchen holen, schleppen, Camp aufbauen und bei Sonnenuntergang (hoffentlich dieses Mal eher!) das erste Bierchen öffnen und auf die kommenden Festivaltage anstoßen. Schon zwei Wochen eher läuft die offizielle Spotify-Playlist bei mir rauf und runter und ich tanz bei mir durchs Zimmer und stell mir vor, es wäre vor der Bühne.

Schon das dritte Mal verschlägt es mich aufs Highfield am Störmthaler See. Klar, wegen der Musik, aber in den letzten Jahren ist es auch mehr und mehr zur kleinen Tradition, zur gemeinsamen Auszeit zwischen großen und kleinen Alltagssorgen geworden. Falls ich mich mit einem Spielmodus vergleichen müsste, dann wäre ich wohl eine Festival-Fortgeschrittene zwischen meinen Festival-Profis, denk ich mir, während ich noch brav die Packliste fertig schreibe.

Bevor dann die Stiegen Bier, die Zelte und Campingstühle wie Tetris ins Auto gestapelt werden.
Bevor uns die Skyline des Highfields (Riesenrad, Highviech und Platzhirsch) begrüßt und bevor uns Klänge und Gesänge, Staub und Schlangen vor dem Dixi aus dem Alltag entfliehen lassen.

Zwischen Elektro-Beats (wie bei Steve Aoki) und Rap-Lines (wie bei Bonez und RAF oder Trettmann) gibt es auch in diesem Jahr wieder ganz viel Schlagzeug und E-Gitarre (wie bei The Offspring oder Feine Sahne Fischfilet). Denn so unterschiedlich wie Musik auch ist, jeder kann einfach sein und Spaß haben. Und so werd auch ich in diesem Jahr wieder bei dem einen oder anderen Act vor der Bühne stehen, den ich privat vielleicht nicht höre oder ich niemals auf die Idee gekommen wäre, zu einem Konzert zu gehen. Und das ist doch toll – einfach offen für Neues sein und Musik feiern. Egal, ob sie zum Lieblingsgenre passt oder nicht, ob man schon jahrelang Fan ist und unbedingt im Pit dabei sein muss oder man sich einfach mal mit einer Portion Pommes auf die Wiese chillt und sich was Neues anhört.

Daher sind auf meiner Must-See- oder soll ich besser sagen „Must-Hear-Liste“ (?) wieder viele Bands markiert – querbeet und unter anderem diese hier: Montreal, Pennywise, Skindred, Annenmaykantereit, Drangsal, Sookee, The Story So Far, Basement, Yung Hurn und Samy Deluxe. Für ein Loch im diesjährigen Line-Up hat der plötzliche Tod von Keith Flint (The Prodigy) gesorgt, der viele, auch mich, geschockt hat. Dennoch möchte das Highfield mit Steve Aoki das Programm an dieser Stelle ergänzen –  wie und ob das gelingt, werden wir sehen.

Natürlich darf man sich auch die nächtlichen Partys am Strand nicht entgehen lassen – liebster Moment letztes Jahr dabei: barfuß im Sand „Teenage Dirtbag“ mitgrölen. Ich bin so gespannt, wer dieses Jahr beim Flunkyball verliert oder als erstes betrunken ins Zelt fällt – kurzum, welche tollen Erinnerungen beim Highfield 2019 auf uns warten!

…Deo, Schlafsack, Konserven,…

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