Impericon-Festivalreporter @HURRICANE – Kevin


Welche Worte wählt man um dass unbegreifliche begreiflich zu machen, dass was das Hurricane-Festival 2019 in diesem Jahr war und für immer bleiben wird. Wenn ein Ort im Norden Deutschlands dem Leben und den Träumen eine Melodie schenkt. Es für wenige Tage zum Groove ganzer Generationen wird und dieser noch eine ganze Weile uns alle verbindet. Dort und dann, wo und wenn das Niveau begraben liegt und es wissen lässt worauf es wirklich ankommt, dann bläst das Hurricane unser Bewusstsein zurück in Zustände der berauschenden Freude und explosionsartigen Euphorie und lässt zehntausende Menschen vielleicht das werden, was einst Festivals wie Woodstock mythologisierte und zur Legende werden lies.

Bands

Ob es die Chance für den rotzigen Rock aus Brighton der noch jungen Band Black Honey war, sich einem Publikum in solch einer Größenordnung zu präsentieren oder aber es kein geringerer war als Frontmann Campino, welcher seinen Geburtstag auf der Bühne mit den Hosen zelebrierte und mit sich, seiner Geschichte und dem Hurricane-Festival Momente wie diese unvergessen machte. Zum anderen lies sich eine musikalische Momentaufnahme Live und in schwarz-weiß erleben, in dem Trettmann sein Magnum Opus ‚#DIY’ performte. Deutlich für ein außergewöhnliches Feld an dargebotener Musik wurde es dann, wenn es wohl eine der unwirklichsten und außergewöhnlichsten musikalischen Trips zu genießen gab – Tame Impala. Und genau dieser Anspruch den das Hurricane an sich selbst hat, macht es vom Line Up her einfach spektakulär. Da muss man zu der Show von einem der letzten großen und echten Rockern wie Dave Grohl und den Foo’s wohl nicht mehr viele Worte verlieren.

Festivalgelände

Und genau diese Energie, ausgehend von dem wohl wichtigsten Element der Musik, übertrug sich auf alles und jeden während des Festivals, egal ob Gast oder Mitwirkender, Künstler oder Beobachter. Denn in jederlei Hinsicht merkte man dem Festival eine gewisse Gelassenheit an. Die Bedingungen der in Anarchie verfallenden Campsites, die stimmige und übersichtliche Ausrichtung von allem was es auf dem Festivalgelände zu erleben gab, machte es zu einem triumphalen Erlebnis. Jeder sich in einer Funktion befindende entgegnete einem mit Spaß und Freude an der Sache und suggerierte einem dankbar für dass zu sein dabei zu sein.

Diese Liebe zum Detail, ausgehend von allen und in alle Richtungen, natürlich auch das fast unglaubhafte Wetter nach all den Jahren der Strapazen und Geduld auf Besserung, lies das diesjährige Hurricane zu einer Bewegung werden. Es lies uns eins werden, mit all unseren eigenen
kleinen Geschichten zwischen Bier und Whiskey, Gitarren und Bässe, Zigarettendunst und Handbroten, flüchtigen Bekanntschaften und einschneidenden Begegnungen.

Das Hurricane-Festival 2019 ist nicht bloß nur ein Festival, es ist das pure Leben. Fern ab von dem was ist aber ganz nah an dem was sein sollte.

Kevin.

Kommentare