Impericon Festivalreporter Southside

Impericon-Festivalreporterin Lexi @Southside: 5 Bands gegen ihr „Southside-Trauma“


Lexi leidet seit 2016 an einem „Southside-Trauma“ – umso mehr freuen wir uns, dass wir die 26-Jährige aus Aalen (Aalnerin?!) 2018 als Impericon-Festivalreporterin nach Neuhausen ob Eck schicken dürfen, damit sie für uns vor Ort berichtet.

Denn ihr erster Versuch, das Southside zu besuchen, liest sich ein bisschen so wie der Plot einer miesen Hollywood-Komödie: Nicht nur dass das Festival buchstäblich ins Wasser fiel, während sie und ihre Truppe in Autos Schutz suchten, wurde auch noch ihr Camp komplett ausgeräumt: „Irgendwann kam dann die niederschmetternde Erkenntnis, dass nicht nur mein Schlafsack, meine Tasche mit Klamotten, Schuhe, Geld usw. fehlten, sondern auch mein Autoschlüssel Teil des Diebesguts war. Das war der Moment, in dem ich mich nur noch wie ein Shrimp auf dem Boden zusammenrollen und weinen wollte. Ihr fragt euch, was das zu bedeuten hatte? Meine Freunde mussten mich 3 Stunden vom Gelände nach Hause zu meinen Eltern fahren, damit ich dort meinen Ersatzschlüssel holen konnte. Mit dem Ersatzschlüssel im Gepäck, fuhren mich meine Eltern dann wieder weitere 3 Stunden zurück zum Festivalgelände, wo ich dann mit meinem eigenen Auto noch einmal 3 Stunden nach Hause fahren musste. 9 Stunden Fahrt und das mit Abstand teuerste, nicht stattgefundene Festival aller Zeiten! For free gab’s dann noch eine richtig deftige Erkältung obendrauf.“

Impericon Sommerfestivals

>>Unser Festival-Special<<

„For Free“ gibt’s dieses Jahr hoffentlich nur die Festivaltickets von uns. Liebe Lexi, wir freuen uns auf deinen Bericht vom Southside 2018. Vorab gibt’s hier schon mal ihre 5 Must Sees des Festivals. Wir übergeben das Wort:

1. Kraftklub

Diese „unmögliche linke Band“, wie unser Ministerpräsident sie liebevoll nennt, ist tatsächlich eine meiner deutschen Lieblingsbands und wird mein Freitagsknaller sein. Obwohl ich sie schon mehrmals live gesehen habe, freu‘ ich mich trotzdem jedes Mal wie Bolle, wenn die 5 Jungs aus Chemnitz wieder die Bühne stürmen. Ein absolutes Muss für mich! Letztes Jahr auf Rock im Park haben Kraftklub es innerhalb der ersten Minuten bereits geschafft, dass ich meine Freunde direkt vor der Bühne aus den Augen verloren habe. Aber geht es bei einem Festival nicht genau darum? Nein, eigentlich nicht. Aber was soll’s, das Konzert war nice! Ganz nach dem Motto „Shit happens but the show must go on“ feierte ich die Jungs wie ein wildgewordenes Gnu, mit tausenden Fremden und hatte höllisch viel Spaß dabei. Das war eben einer dieser „real festival moments“.

2. The Offspring

Uno, dos, tres, cuatro, cinco, cinco, seis! Ein Muss für alle alten (und auch jungen) Hasen unter den Punkrock-Fans und meine Samstagsperle. Obwohl ich jedes Jahr auf Festivals gehe, habe ich 2014 The Offspring das letzte Mal auf dem Rock im Park gesehen. Leider hat der Soundcheck versagt, so dass ich die markante Stimme von Frontmann Bryan Holland schmerzlichst vermisste, die unter den Instrumenten seiner Kollegen völlig unterging. 2016 dann der zweite Versuch auf dem Southside – was daraus geworden ist, wisst ihr ja aus meiner Bewerbung… Umso mehr freue ich mich nun, die Jungs aus Orange County, Kalifornien endlich sehen und hoffentlich auch hören zu dürfen. In diesem Sinne „Give it to me baby. Uh-huh, uh-huh!“

3. Biffy Clyro

Attention please! Es folgt ein Pflichttermin. Das Schotten-Trio, bei dem ich den Musikstil nicht wirklich definieren kann, begeistert mich auf der Bühne immer wieder und wird am Sonntag mein Highlight sein. Vielleicht genau aus diesem Grund, weil ich es nach all den Jahren immer noch nicht schaffe, der Band eine Musikrichtung aufzudrücken. Indie, Rock, Alternativ, Prog-Rock? Vielleicht einfach eine gesunde Mischung aus allem. Diese Band passt in keine Schublade, man muss sie einfach hören. Eins ist jedenfalls klar wie Kloßbrühe, sie geben auf der Bühne immer 200% und sind eine ultra-mega-hyper-dimensional-(übertreiben kann ich)-starke Liveband, die einfach auf der Bühne so viel besser ist, als auf jeder ihrer Platten.

4. Broilers

Obacht, Freunde der Nacht! Jetzt wird’s romantisch, denn die Lieblingsband meines Freundes hat es ebenfalls in meine TOP5 geschafft. OMG, so süß, ich kotz gleich. Die Broilers gibt es nun schon seit über 20 Jahren und sind aus der Deutschen Oi!- und Rockszene nicht mehr wegzudenken. Ich freue mich tatsächlich sehr auf ihren Auftritt und bin schon gespannt, da ich die Broilers zwar schon live gesehen habe, mich allerdings nicht mehr genau daran erinnern kann. War die Olle etwa betrunken? Nenene, ich saß nur sehr weit hinten in der Wiese und nahm eher passiv am Geschehen teil, schließlich gehen auch an mir die Festivaljahre nicht spurlos vorbei #truestoryimsorry. Dieses Jahr jedoch, werde ich mich mit meinem Liebsten bis zur Bühnenfront vorkämpfen. Falls ihr Böcke habt, sehen wir uns dort!

5. Blackout Problems

Mein Highlight am Donnerstag. Ich geb‘ zu, ich musste lange überlegen, denn zwischen Pennywise, NOFX, Billy Talent, The Kooks, Donots, Stick to your Guns, Emil Bulls usw. war es wirklich schwierig bis fast unmöglich, sich für eine letzte Band zu entscheiden. Doch schlussendlich fiel meine Wahl auf Blackout Problems. Sie sind mein Geheimtipp für alle die aufs Festival gehen und auch für die, die einfach nur Bock auf guten Alternative Rock haben. Ich konnte die Band in Hamburg auf einem Jennifer Rostock Konzert schon persönlich kennenlernen – mein Fazit: ganz schön fancy, die 4 Jungs aus der Weißwürstl- und Brezn- Stadt. Wobei ich zugeben muss, ich habe etwas den bayrischen Dialekt vermisst. Wer also am Donnerstag bereits anreist, sollte unbedingt vorbei schauen und sich dieses Ohrenschmaus nicht entgehen lassen.


Ihr habt übrigens immer noch die Möglichkeit, euch als Festivalreporter fürs Summer Breeze, Wacken, Elbriot oder Highfield zu bewerben – klickt einfach >HIER< und sagt uns, warum ihr der/die ideale Kandidat/in dafür wärt!

Kommentare