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In Hearts Wake – Der nächste Geniestreich aus Byron Bay


In Byron Bay leben gefühlt weniger Einwohner als Menschen, die an einem Samstag Nachmittag zu IKEA pilgern um hässliche Stühle mit noch hässlicheren Namen zu kaufen. Dennoch schafft es dieses 5000-Seelen-Örtchen nicht nur weltweit bekannte Klamotten-Labels wie Afend und Unite Clothing, sondern auch Bands wie Parkway Drive hervorzubringen. Irgendwas scheint im Trinkwasser dieses Orstes besonders zu sein, denn langsam aber sicher erkämpft sich die nächste Band aus dem Schoß Byron Bays ihren verdienten Platz auf den Bühnen der Welt: In Hearts Wake.

2006 fanden sich fünf Freunde zusammen, die teilweise seit ihrem 11. Lebensjahr Musik zusammen gemacht haben, und gründeten die Band In Hearts Wake. Spulen wir schnell vor in das Jahr 2015, die Teenager von damals sind längst erwachsen geworden und können auf mittlerweile 3 Studioalben, 2 EPs und eine Split-CD zurückblicken.

In Hearts Wake 2006

In Hearts Wake 2006/2007

Line-Up von In Hearts Wake

Hinter dem Namen In Hearts Wake stehen Jake Taylor (Vocals, Screams), Ben Nairne (Gitarre), Eaven Dall (Gitarre), Kyle Erich (Bass, clean Vocals). Den Aufmerksamen unter euch dürfte aufgefallen sein, dass der Band derzeit der Drummer fehlt. Caleb Burton und die Band trennten sich schweren Herzens aus persönlichen Gründen Burtons, der nicht mehr in der Lage war den stressigen Touralltag zu bewältigen. Obwohl die Band schon 9 Jahre auf dem Buckel hat ist das Line-Up relativ konstant und bisher schieden lediglich 3 Mitglieder aus der Band aus.

Diskografie von In Hearts Wake

  • 2007: Into The Storm EP (True Love Records)
  • 2008: The Getaway EP (Eigenproduktion)
  • 2010: The Bride & In Hearts Wake Split (New Justice Records)
  • 2012: Divination (UNFD)
  • 2014: Earthwalker (UNFD)
  • 2015: Skydancer (UNFD)

Die Band

Die Gruppe sticht deutlich aus dem Metalcore-Sumpf hervor, einerseits wegen ihrer spirituellen Einstellung, andererseits aufgrund ihres besonderen Sounds, der vor allem viele Progressive-Elemente in das Klangbild integriert. Zusammen mit Northlane gehören sie vom Sound her damit zu der neuen australischen Speerspitze in Sachen Metalcore und bringen die Musik auf ein völlig neues Level.

Abseits von der Musik fallen In Hearts Wake aber eben auch durch ihr Auftreten und ihre Statements stark aus dem Raster. Bei den Jungs hat man selten das Gefühl, dass es sich weniger um Musiker handelt, die zusammenarbeiten, sondern viel mehr um ein Herzensprojekt der einzelnen Mitglieder, die zusammen ein großes Ziel verfolgen. Was auf den ersten Blick nach Hippie-Mentalität aus der Woodstock-Ära klingt, wo Acid im Grundwasser für viele noch ein Grund zum Feiern war, wird auch bei genauerem Betrachten bestätigt. In Hearts Wake ist eine Hippie-Band, jedoch geduscht, ordentlich und in einem modernen Gewand. Screams für den guten Zweck sozusagen.

Der Schutz der Natur und soziale Stabilität liegt In Hearts Wake besonders am Herzen und so starteten sie im Vorfeld ihres Albums SKYDANCER das Skydancer Project gestartet, in welchem sie verschiedene Dinge diverser Bands (signierte Poster, Testpressungen, usw.) für den guten Zweck versteigert haben.

Die Band ist schon weit gekommen und langsam aber sicher setzen sie sich mit ihren tiefsinnigen Konzepten und dem speziellen Sound durch. EARTHWALKER und SKYDANCER sind nicht einfach irgendwelche Alben, die nacheinander erschienen sind, die Story hinter beiden Scheiben hängt zusammen und somit ist es In Hearts Wake gelungen ein großes Meisterwerk, welches sich über 2 Releases erstreckt, zu kreieren.

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Die In Hearts Wake-Hymne

Jede Band hat ihre Hymne, die auf Live Shows für feuchte Augen und Höschen sorgt. Bei In Hearts Wake ist es definitiv ‚Divine‘ vom Album EARTHWALKER. Kaum ein Song der bisherigen Diskografie gibt einen besseren Eindruck vom Sound der Australier als dieses Glanzstück.

In Hearts Wake Interviews

Wir hatten die sympathischen Jungs von In Hearts Wake auch schon vor der Kamera und dort mussten sie sich unseren 25 Fragen stellen, auch der quälenden Frage, ob Piraten oder Ninjas.

 

In einem ausführlichen Interview/Dokumentation spricht die Band über die Entstehung von SKYDANCER.

 

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