Being As An Ocean Top 10

INTERVIEW: Being As An Ocean über ihre Liebe zum Piano, Electro-Samples und „Black & Blue“


Und? Auf einer Skala von 1 bis 10, wie großartig ist bitte das neue Album von Being As An Ocean? Nachdem die erste Release-Euphorie verflogen ist, haben wir uns Lead Gitarrist Tyler William Ross geschnappt und ihm einige Fragen zu WAITING FOR MORNING TO COME gestellt.

Nach einigen Komplikationen und Verzögerungen habt ihr am 8. September endlich euer neues Album WAITING FOR MORNING TO COME veröffentlichen können – wie erleichtert wart ihr, als ihr das euren Fans endlich verkünden konntet?

Es war eine Riesen-Erleichterung, einfach zu wissen, dass ich das fertige Material endlich releasen durfte und wir damit Menschen glücklich machen können. Ich meine, im Großen und Ganzen ging es ja um Verträge, ich hatte das Album die ganze Zeit auf meiner Festplatte. Aber als ich endlich dieses Blatt Papier unterschrieben habe, das zuließ, dass ich das Material rausbringen kann…

Wie waren denn diese letzten Monate für euch?

Ganz ehrlich, sie waren großartig. Ich meine, wir wussten, dass wir großartiges Material haben und wir waren alle zuversichtlich, dass wir es irgendwie rausbringen würden. Das ist echt einzigartig und ich liebe das an dieser Band: Jeder glaubt an sich selbst und wir zweifeln nie, dass wir am Ende schon alles hinkriegen werden.

In eurem neuen Material sind viele elektronische Elemente und Samples zu hören – wo kam dieser Einfluss her?

Ich habe einfach meine Liebe zu Ableton entdeckt (Anm.d.Verf.: Ableton ist eine Berliner Softwarefirma, die Sequenzer zur Aufnahme, Wiedergabe und Bearbeitung von Musik herstellt). Ich habe mich vor etwa eineinhalb Jahren an meinen Laptop gesetzt und gesagt: „Okay, ich muss ein neues DAW erlernen (Anm.d.Verf.: Digital audio workstation, computergestütztes System für Musikproduktion), was könnte ich mir näher anschauen?“ Ich habe dann in Foren gestöbert, gesehen, dass alle, die heißen Scheiss machen, mit Ableton arbeiten – und noch an diesem Abend hab ich angefangen, die Software zu lernen.

Und wie lautet dein Fazit?

Ableton hat mich echt beeindruckt, was Soundbearbeitung angeht. Ich denke es ist echt eine verdammt tiefgehende Software – wenn ich meinen Musikerkollegen erzähle, was ich alles damit machen kann, sind manche immer noch etwas geschockt.

Und woher rühren die viele Klavier-Interludes?

Ich liebe das Piano als Intrument, es ist so rein und vielseitig und übertrifft einfach alle anderen Instrumente, wenn man sich die Tonhöhe und Dynamik anschaut. Für mich ist es ist der King of songwriting, it’s the king of performance, weil wenn du eine Sinfonie komponieren möchtest, musst du dich erst ans Klavier setzen und alles so aneinander setzen – du hast nicht immer 100 Streicher zur Verfügung…

Kannst du uns noch erzählen, was hinter dem Song „Black & Blue“ steckt?

Ich habe „Black & Blue“ vor zwei Jahren über einen Freund geschrieben. Im Grunde geht es darum, dass ich jemanden beobachte, dem das Herz gebrochen wird. Ich glaube die Wörter „Have you ever heard that love is a metaphor?“ habe ich vor neun Jahren oder so in ein Notizbuch geschrieben und vor ein paar Monaten hab ich das Buch dann in meiner Garage gefunden. Diese Songzeile hat mir wirklich geholfen, das Ganze auf den Punkt zu bringen, quasi „raus zu zommen“ aus der Situation, die ich beschrieben habe und zu sagen: „Hey, Liebe erzählt ihre Geschichte, sie ist eine Metapher für all die guten und schlechten Dinge im Leben und wir spielen diese Geschichte jeden Tag.“

Eine letzte Frage noch: Werden eure Fans jemals den genauen Grund erfahren, warum ihr euch von eurem Label getrennt habt?

Ehrlich gesagt, ich glaube die beste Antwort ist: Gründet eine Band, schreibt Musik, geht auf Touren weltweit, arbeitet mit verschiedenen Labels zusammen – und dann versteht ihr es schon. Haha…

Danke für das Gespräch – wir freuen uns auf eure Tour mit Stick To Your Guns!

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