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Mein persönlicher Rückblick: Die 10 besten Alben des Jahres (Susi)


Blabla, was für ein Jahr, blabla – da eh alle diesen Vorspann wegscrollen würden, um zum Ranking zu gelangen, verliere ich nicht viele Worte und präsentiere: meinen Jahresrückblick mit den Top 10 Alben. Cheers. 

10. Chase Huglin – You Deserve An Island

Wie warmes Karamell, das sich mit cremigem Soft Ice vermischt und eine Sauce ergibt, die alle Geschmacksknospen der Zunge anzusprechen scheint. So klingt Chase Huglin. Irgendwie wohlig, weich und süß. Merkt euch den Pop Punk-Singer/Songwriter!

Bester Song: Niagra

9. Saosin – Along The Shadow

Euphorie (Substantiv, feminin): das Gefühl, als Saosin Anfang des Jahres ein neues Album mit dem ursprünglichen Frontmann Anthony Green verkündeten. Zugegeben, diese Euphorie wurde kurz nach dem Release etwas gedämpft. Denn der Versuch, Anthony Green in die Song-Strukturen des 2006er-Self Titled Albums zu pressen (das die Band mit Frontmann Cove Reber aufnahm), ist nicht zu 100 % geglückt. Anthony Green ist nicht mehr Saosin, er ist Circa Survive und das ist auch gut so. Löst man sich aber von den (Wunsch-)Vorstellungen einer Old School-Saosin-Scheibe, ist ALONG THE SHADOW einfach nur eins: ein verdammt gutes Album.

Bester Song: The Silver String

8. Departures – Death Touches Us, From the Moment We Begin To Love

Es war ein gutes Jahr für mein Lieblings-„Genre“, das sich wie folgt beschreiben lässt: Musik, so traurig, dass man sich Liebeskummer wünscht, um jeden Song angemessen zu zelebrieren. Ein Beweis für den Siegeszug von Melodic/Post Hardcore (wie Laien es nennen würden) ist DEATH TOUCHES US, FROM THE MOMENT WE BEGIN TO LOVE. Der Preis in den Kategorien „Schönstes Album-Cover“ sowie „Schönster Titel“ ist ihnen sicher, mit den 10 Klageliedern schaffen die Schotten es immerhin auf Platz 8 meiner Top 10 Alben.

Bester Song: Lost

7. Dependence – Remembering everything

Nur wenige Minuten bevor ich bei diesem Beitrag den „Publish“-Button gedrückt habe, stand an dieser Stelle noch STAGE FOUR, der aktuelle Release von Touché Amoré. Dann durchforstete ich noch einmal meine Spotify-Top Hits und entdeckte, dass auch REMEMBERING EVERYTHING von Dependence in diesem Jahr das Licht der Welt erblickte. Wie auch die gesamte Diskografie der kalifornischen Band (die aus immerhin drei Alben besteht) sind mir diese neuen Songs so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es sich anfühlt, als hätte ich nie ohne Nummern wie „It Wasn’t Meant To Be“ und „All I Need“ gelebt. Nichts für ungut, Touché Amoré.

Bester Song: It Wasn’t Meant To Be

6. Polar – No Cure No Saviour

Wer Polar mit NO CURE NO SAVIOUR zum Beispiel beim Destruction Derby erleben durfte, weiß: Es ist live ein absolutes Ausnahme-Album. Trotzdem toppt es aber NICHT den Vorgänger SHADOWED BY VULTURES. Die Briten von Polar klingen jetzt metalcore-lastiger, erinnern in manchen Passagen sogar an die Australier von Parkway Drive – trotzdem blitzt die Polar-Note mit den mitsingbaren, melodischen Parts immer wieder durch. Und die Stimme von Frontmann Adam Woodford würde man sowieso unter hunderten wiedererkennen.

Bester Song: Destroy

5. Hotel Books – Run Wild, Stay Alive

Hotel Books-Songs hört man nicht wie normale Musik, nebenbei beim Wäsche machen. Die Texte von Frontmann Cam Smith muten mehr wie Hörbücher an, bei denen jedes Wort nicht nur gehört, sondern auch gespürt werden möchte. Auf RUN WILD, STAY ALIVE finden sich mehr musikalische Facetten als auf den Vorgängern, mit mehr Raum für Instrumente, gesungene Parts und andere Stimmen – trotzdem sind es die poetischen Texte von Cam Smith, die im Kopf bleiben. 2017 kommen Hotel Books endlich für einige Konzerte nach Deutschland – und ich bin auf die Live-Energie der Songs gespannt!

Bester Song: Constant Conflicts

6. Boston Manor – Be Nothing.

So gut die neuen Releases von Blink-182, Sum 41 und Green Day auch gewesen sein mögen: In den langen Bandkarrieren der Pop Punk-Urgesteine gibt es nur noch selten Überraschungsmomente und Sound-Experimente. Und das ist ja auch nicht schlimm. Denn dafür gibt es Boston Manor, die mit BE NOTHING das beste Pop Punk-Album des Jahres abgeliefert haben. In den markanten Melodien und Lyrics zeigen die 10 Songs all den Pop Punk-Pizza-Party-Klischees den Stinkefinger.

Bester Song: This Song Is Dedicated To Nobody

3. Capsize – A Reintroduction: The Essence of All The Surrounds Me

So schwer mir die Plätze 10 bis 4 fielen, so einfach war die Verteilung auf dem Podium. Denn mit A REINTRODUCTION feierte im Juli mein absolutes Lieblingsgenre sein Comeback: 2000er „Emo“-Post Hardcore á la The Used und From First To Last. Capsize verlieren auf dem Album die Unruhe, die noch auf ihrem Debüt THE ANGST IN MY VEINS zu hören war. Dabei schaffen sie den perfekten Spagat zwischen Heavy, Melodie und herzzerreißenden Lyrics und integrieren Clean Vocals in ihren Sound, ohne „untrve“ zu klingen.

Bester Song: Tear Me Apart

2. Beartooth – Aggressive

Wer hätte gedacht, dass die Jungs um Frontmann Caleb Shomo ihr Debüt DISGUSTING tatsächlich noch toppen könnten? Als ich AGGRESSIVE von Beartooth zum ersten Mal gehört habe, erschien es mir als einzige logische Konsequenz, dass dieses Album am Ende des Jahres auf #1 meiner Charts stehen wird. Dann kam Casey. Trotzdem, in jedem anderen Jahr wäre AGGRESSIVE auf der Pole gelandet. Metalcore meets Pop Punk – und das klang noch nie so gut. Auch live übrigens, wie sie auf ihrer komplett ausverkauften Deutschland-Tour im Herbst bewiesen.

Bester Song: King Of Anything

1. Casey – Love is not enough

Falls ich jemals meinen Glauben an Musik verliere, wird ihn mir LOVE IS NOT ENOUGH von Casey wieder zurückgeben. (eine Liebeserklärung an das Album könnt ihr auch HIER nachlesen).

Bester Song: Little Bird


Und was sind eure Alben des Jahres? Sagt es uns in der Impericon Jahresumfrage 2016!

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