Korn Monumental

Korn Monumental: Die Rezension zum Livestream-Event


Am Samstag den 24. April streamten Korn ihre Monumental Liveshow, die in Los Angeles aufgezeichnet wurde. Wir haben uns den Stream angesehen und berichten.

Visuell ansprechend und aufwändig produziert

Vor Beginn des Streams lief eine kurze Dokumentation über die Idee, die Konzeption und die Entstehung des Livestreams. Eine kurzweilige Unterhaltung, die weitere Einblicke in den corona-konformen Bandalltag einer weltbekannten Metalband zeigt.

Innerhalb der Stranger Things: A Drive Into Experience Los Angeles stand die Bühne in Front von überwältigenden Bildschirmen, die eine durchgängige visuelle Produktion darboten. Die Performance fand bis auf eine Ausnahme ausschließlich auf der Bühne statt und glich einem Korn-Konzert, wie man es kennt.

Eine ungewöhnliche Korn Setlist

Insbesondere Songs wie „Thoughtless“, das seit 2010 nicht live gespielt wurde, oder „Throw Me Away“ und „Dirty“ (beide seit 2011 nicht live gespielt) machten diese Performance einzigartig. Auch „Ball Tongue“ und „Narcissistic Cannibal“ reihten sich in eine ungewöhnliche Korn Setlist, die auch Hits wie „Freak On A Leash“ oder „Falling Away From Me“ beinhaltete.

Korn scheuten nicht einen Song von THE PATH OF TOTALITY mit einzubinden und setzten neben dem klar erkennbaren Fokus auf das aktuelle Album THE NOTHING auch auf Hits von UNTOUCHABLES, FOLLOW THE LEADER, ISSUES, SEE YOU ON THE OTHER SIDE und THE SERENITY OF SUFFERING. Dauerbrenner Hits wie „Blind“, „Got The Life“, „Shoots And Ledders”, “Somebody Someone” und weitere blieben aus. Was allerdings kein Problem ist, denn dafür gab es jede Menge positiver Überraschungen und Songs, die man nicht alle Tage zu hören bekommt.

Etwas Kritik ist angebracht

Ein großer Kritikpunkt ist jedoch die Setlänge. Nach gerade einmal 70 Minuten Stagetime und mit „Here To Stay“ endete der Monumentalstream, der zudem nicht live, sondern pre-recordet war. Ein Pre-Recording macht Sinn und liefert ein gut produziertes Endergebnis. Es lässt aber auch das Live-Gefühl schmerzlich vermissen und ist frei von jeglicher Spontaneität. Ob diese 70 Minuten „Livestream“ ihr Geld am Ende wirklich wert waren (das Ticket kostete immerhin 30 US-Dollar), muss jeder für sich selbst entscheiden. Eine Zugabe wäre schön gewesen aber in diesem Kontext sicherlich schwer einzuarbeiten. Ein wenig enttäuscht darf man als langjähriger Fan aber durchaus sein, wenn auch die 70 Minuten ihr Geld durchweg wert waren.

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