Make Them Suffer – Mozart trifft Deathcore


Was passiert wenn man klassische Klaviertöne mit modernem Deathcore mischt? Einerseits könnte dabei unhörbarer Krach herauskommen, der durch zu starken Kontrast unsere Synapsen zum Platzen bringt. Andererseits könnte aber auch die Band Make Them Suffer herauskommen, die in ihrem speziellen Genre zu den Besten der Besten gehören

Harte und brutale Musik zu klassischer Musik zu kombinieren ist nicht wirklich neu. Schon seit einiger Zeit gibt es Genres wie Symphonic Death Metal, Orchestral Death Metal und so weiter. Auch in der Core-Landschaft ist diese Mischung nicht unbedingt unbekannt. Eine Zeit lang nutzten Bands regelmäßig den krassen Kontrast zwischen der weichen tragenden Melodie von Klassik und den höllischem Geprügel von Core, um ihre Alben einzuläuten. Prominentestes Beispiel ist hier wohl Heaven Shall Burn mit dem Intro Awoken. Hier wird das Ohr des Hörers mit sanften Melodien umschmeichelt, nur damit dann mit Endzeit einem die Lautsprecher um die Ohren fliegen. Doch nur sehr wenige Bands haben sich darauf spezialisiert solche sinfonischen Klänge auch durchgehend in die eigenen Songs einfließen zu lassen. Make Them Suffer ist so eine Band.

Die Band gründete sich 2008 und bis sie ihr erstes Album veröffentlicht haben, hat sich die Combo ganze 4 Jahre Zeit gelassen. Zeit, die definitiv gut investiert war, denn mittlerweile kann die Band einen Plattenvertrag mit Roadrunner Records vorweisen  und hat ein ziemlich respektables Erstlingswerk präsentiert, das sogar auf Platz 56 der australischen Charts eingestiegen ist.

Make Them Suffer

Make Them Suffer 2008/2009

Line-Up von Make Them Suffer

Neben dem einzigartigen Sound gehört Make Them Suffer auch zu den wenigen Bands, die ein weibliches Mitglied vorweisen können. Frauen sind leider in Bands vollkommen unterrepräsentiert, da ist sind Ausnahmen immer gern gesehen. Mit 6 Mitgliedern zählt die Gruppe auch zu den größeren Bands. Das sechste Mitglied ist aber auch dringend notwendig, da eben dies für den entscheidenden Sound sorgt. Die Vocals übernimmt Sean Harmanis, während Nick McLernon, Chris Arias-Real und Lachlan Monty die Gitarren (Lead, Bass und Rythmus) übernehmen. An den Drums sitzt Tim Madden und derzeit übernimmt Louisa Burton das Keyboard und steuert die cleanen Vocals bei. Insgesamt sind in der Band noch 4 Gründungsmitglieder. Lediglich Louisa und Lachlan sind später dazugestoßen.

Diskografie von Make Them Suffer

  • 2009: Make Them Suffer (Demo)
  • 2010: Lord Of Woe (EP)
  • 2012: Neverbloom
  • 2015: Old Souls

Die Band

Derzeit befindet sich die Band beim australischen Ableger von Roadrunner unter Vertrag, ein Label welches auch Bands wie Slipknot, The Amity Affliction und Avenged Sevenfold gesignt sind. Die Jungs und das eine Mädchen erscheinen recht unauffällig. Keine Tätowierungen an Stellen, wo sonst nur Tätowierer, Musiker und Latino Gangster tätowiert sind, eher geringe Präsenz und erst recht keine sonstigen Image-Gimmicks. Make Them Suffer lassen lieber ihre Musik sprechen und treten als Künstler hierbei eher in den Hintergrund. Bodenständig und extrem sympathisch.

Aber wie klingt die Band? Make Them Suffer Songs stützen sich meistens auf eine sehr spezielle Struktur. Einerseits haben wir den typischen Deathcore-Sound: Dazu gehören Breakdowns, Growls, Screams, alles auf einer etwas technischeren Ebene. Gut vergleichbar mit einer Band wie Aversions Crown. Jetzt kommt aber die Besonderheit. Neben den Breakdowns und den eigentlichen Instrumentals läuft bei Make Them Suffer noch eine weiter Melodie mit. Obwohl „laufen“ für die zarten Keyboard-Klänge das falsche Wort ist. Schwingen ist wohl das passendere Verb. Dies verleiht dem Sound insgesamt eine angenehme melancholische Schwere.

In dieser Größenordnung und mit dieser Professionalität macht ihnen das so schnell keiner nach und aus 100 Deathcore-Bands wird man Make Them Suffer immer heraushören.

make them suffer

 

Die Make Them Suffer-Hymne

Der bisher beliebteste Song von Make Them Suffer ist wohl ‚Neverbloom‘ vom gleichnamigen Album. Kein Song trifft die allgemeine Grundstimmung des Make Them Suffer-Sounds besser.

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