Musik-Videos die von MTV seit 1981 verboten wurden


Seit Beginn im Jahre 1981 des Musiksenders MTV, wurde die Ausstrahlung von einigen Videos aus einer Vielzahl von Gründen verboten und zensiert.

Queen – Body Language

Das Video von Queen „Body Language“ (1982) war im Übrigen das erste Video, das aufgrund seines Inhalts bei MTV verboten wurde.

In diesem Fall hielt MTV die exponierte Haut und die verschwitzten Szenen in „Body Language“ für zu suggestiv und verbot sie.

Blue Öyster – Joan Crawford

Ein weiteres verbotenes Video war „Joan Crawford“ von Blue Öyster Cult, da ein junges Mädchen in Schulmädchenuniform ihre geldgeilen Eltern umbringt.

Nachdem ihr nun einen kleinen Einblick erhalten habt, gibt es hier weitere Eindrücke aus dem Bereich Heavy Metal.

Motörhead – „Killed by Death“

In dem Video ist Lemmy einfach er selbst und flieht mit seinem leicht bekleideten Rocker-Girl von der Polizei. Das Video stammt aus den 80er Jahre und zeigt einen kleinen Einblick in die Welt von Motörhead.

Das Video wurde wegen „übermäßiger und sinnloser Gewalt“ verboten. Die Idee entstand Lemmy selbst im Fiebertraum.

Twisted Sister – Be Chrool to Your School

Der Grund, weshalb MTV „Be Chrool to your School?“ sperrte, waren die Zombies. Übrigens wirkte Alice Cooper ebenfalls als Schauspieler und am Gesang bei dem Song mit. Oder sie fanden die meisterhaften Special Effects von dem Videoproduzent „Savini“ einfach nicht.

Megdeth – My Darkest Hour

1987, spürte Megadeth den Zorn des MTV-Verbots, als das Video „In My Darkest Hour“ erschien, das von einer der berühmtesten Frauen des Metal-Genres und Filmemacherin Penelope Spheeris gedreht wurde.

Das Thema Selbstmord war Mitte der 80er ein wesentlicher Bestandteil des Metals, als sich 1985 zwei Teenager erschossen nachdem sie „Stained Class“ von Judas Priest gehört hatten. Sie glaubten, es gäbe unterschwellige Botschaften auf der Platte, die sie ermutigten sich selbst umzubringen. Jeder mögliche Rückschluss auf Selbstmord, stand also auf der roten Liste von MTV.

Laut Frontmann und Gitarrist Dave Mustaine von Megadeth, basiert das Lied sowohl auf den Tod des Metallica-Bassisten Cliff Burton, aber auch auf die Trennung von seiner damaligen Freundin.

Mötley Crüe – You’re All I Need

Im selben Jahr erhielten die scheinbar unaufhaltsamen Mötley Crüe und ihr Video von „You’re All I Need“ einen harten Pass von MTV.

Das Musikvideo war eine Art Kurzfilm über häusliche Gewalt. Die Handlung umgibt das schreckliche und leider realistische Szenario, das zum Tod einer Frau führt. In Schwarz-Weiß-Video, wird ein Leichensack aus einem Haus getragen, was für MTV Grund genug war, es zu verbieten.

Bassist Nikki Sixx reagierte schnell auf diesen move mit folgender Aussage:

„‚ You’re All I Need‘ doesn’t condone or exploit this tragedy. It clearly shows how one life is destroyed and another ruined forever. And it’s probably a lot less graphic than much of what we see on the 6 o’clock news every night.“

Sixx schrieb das Lied als Antwort auf seine Befürchtungen, dass seine damalige Freundin ihn betrügen würde. Nikki hatte nie verraten, wer seine Ex war oder ob sie ihn tatsächlich mit dem Schauspieler Jack Wagner betrogen hat (wie er vermutete) . Gerüchten zufolge spielt das Video von einem Mann, der seine Ex tötete, um seinen zukünftigen Sohn zu schützen.

Sepultura – Arise

Das nachfolgende apokalyptische Video zum Titeltrack der Platte, ARISE, wurde im Death Valley Road Warrior-Stil gedreht. Das „Set“ war mit zahlreichen Kruzifixen mit echten Menschen „verziert“, die das traditionelle Bild von Jesus Christus zeigen und dabei Gasmasken tragen. Einige werden blutig und manchmal brennend dargestellt.

Das Verbot begründete MTV damit, dass dies auf die „apokalyptischen religiösen Bildern“ zurückzuführen sei.

Sound Garden – Jesus Christ Pose

„Jesus Christ Pose“ war ein weiteres Video, das 1991 von MTV gesperrt wurde. Das Video wurde ebenfalls in einer Wüstenumgebung gedreht.

In der offiziellen Pressemitteilung zum Album BADMOTORFINGER versuchte Soundgardens PR, das Video detailliert zu beschreiben, um Vorurteilen entgegen zu wirken, so Regisseur Eric Zimmerman:

„Strong images including hanging upside down, shattering plate glass with metal spikes and throwing sand at the camera compose a highly conceptual and almost industrial art feel. Chris makes clear that „Jesus Christ Pose,“ despite the song’s title, has no religious meaning, however. „It doesn’t have anything to do with religion or my view on it. It just has to do with people exploiting a symbol. I think it’s silly for other people to exploit it on the basis that it is sacred. Sometimes songs just beg for ideas like that or certain titles, and then they end up with them – which will probably never be understood because people will just see the title of the song and make a monster out of it.“

Das Video zog den Zorn der Christen auf sich, welches dieses als „anti-christlich“ betitelten.

Tool – Sex Prison

Kommen wir nun zu 1993 und einem der bemerkenswertesten, umwerfendsten Videos der letzten 25 Jahre, dem Stop-Motion-Meisterwerk zu Tools „Prison Sex“.

In dem Lied des Frontmanns „Manyard Keenan“ geht es um Missbrauch, diesen in sich selbst zu erkennen und den „ersten Schritt“ im Umgang damit zu gehen.

In dem Video selbst, geht es um ein kleines Kind, das sexuell misshandelt wird. Das Plattenlabel „Zoo“ hatte hierzu die „Idee“, Shirts in Kindergröße mit dem Tool- Logo (Schraubenschlüssel) und einem Phallussymbol zu kombinieren. Diese Aktion kam nicht sonderlich gut an und es kam gar nicht erst zur Produktion.

Während MTV das Video für kurze Zeit ausstrahlte, zog es aufgrund seines „sensiblen Themas“, alle Augen auf die Band und MTV selbst. Spätestens beim schauen sollte uns allen unwohl werden.

Megadeth – A Tout Le Monde

Ein Jahr später war MTV immer noch damit beschäftigt, Videos von Megadeth zu verbieten. Diesmal war es das Video zu „A Tout Le Monde“ aus ihrem 1994er Album YOUTHANASIA. Wieder einmal glaubten MTV, es handel lyrisch von Selbstmord und ähnelte in der Komposition einem Selbstmordbrief. Das Video selbst enthält viele düstere Szenen die Dave, der die Texte singt:

These are the last words/I’ll ever speak/And they’ll set me free“ while he stands over a freshly dug grave.

Diese Strophe läuft, während er an einem frisch gegrabenen Grab steht.

Immerwierder muss Dave Mustaine erneut rechtfertigen, um die Vorwürfe Menschen zum Selbstmord anzustiften. Jedoch einige Zeit später enthüllt Mustaine die tatsächliche Bedeutung, das wohl seinem eigenen Tränenmeer gleicht. Das Lied basierte auf einem Traum, den Mustaine von seiner Mutter hatte, die inzwischen verstorben war. Im Traum kommt seine Mutter vom Himmel zurück und sagt „Ich liebe dich“ und das Lied spiegelt Mustaines Wunsch wieder mit ihr zu sprechen.

Megadeth – Reckoning Day

Am Ende verbietete MTV sogar ein weiteres Video des Album YOUTHASIANA, „Reckoning Day“. Das Video ist eine Collage aus Tour-Filmmaterial, das aufgenommen wurde, als die Band mit YOUTHASIANA um die Welt tourte. Es gibt hierbei Aufnahmen von Mustaine, der im Jordan schwimmt – einem der heiligsten Orte und laut der Bibel der Platz, an dem Jesus getauft wurde.

Angeblich kam es zu einem geheimen Streit zwischen dem Management der Band bei Capitol Records und dem Musiknetzwerk und ist somit wohl der wahre Grund, warum MTV das Video verboten hat

Foo Fighters – Low

Im Jahr 2002 engagierte Dave Grohl den Song „Low“ den lustigen und musikalisch talentierten Schauspieler / Musiker Jack Black. In dem Video trafen sich Grohl und Black zum allerersten Mal und machen Halt in einem billigen Motelzimmer am Straßenrand.

Sie hatten zur Verfügung: kaltes Bier, eine Musikbox und eine Videokamera. Tausende Shots und Biere später, öffnen sie ihre Koffer und nehmen eine Sammlung von Perücken und Damenbekleidung heraus.

MTV konnte weder mit dem Anblick von Jack Black in einer rosa Corsage und Tütü, noch mit Grohls blonder Perücke und Bondage-Ausrüstung umgehen und verbot ihn wegen seines „Inhalts“. Boo!

Quelle: Metal Injection

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