Impericon-Festivalreporter Highfield

[Nachbericht] Impericon-Festivalreporterin Juliane @Highfield: Das perfekte Einsteiger-Festival


Als letzte Impericon-Festivalreporterin des Jahres haben wir Juliane aufs Highfield geschickt – hier ist, quasi zum Ausklang der Saison 2018, ihr Bericht dazu. 

Nachbericht: Highfield 2018

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Highfield Part II: 13:30 & die @alexmofagang macht mehr Stimmung als The Hives gestern Abend. Die sich einfach nur selbst gelobt haben und wer sich selbst Zugabe ruft… puh sorry, da haben die älteren Herren wohl vergessen mal ein neuen Hit wie Tick tick boom zu schreiben, und können ihr Ego nicht runterschrauben, puhhh – aber Adam Angst haben mich dafür sehr überzeugt. ZSK war wie zu erwarten sehr gut und auch die Alex Mofa Gang wird wohl mal genauer angehört werden. Maximo Park waren okay, mein Lieblingslied fehlte daher… gnaaa. ;) Gleich geht es weiter mit Bosse und ich habe gerade Casper (mit Marteria) gesichtet #vorfreude #highfield #festival #leipzig #sachsen #festivalsommer #musik #zsk #alexmofagang #bosse #adamangst #maximopark

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Wer als Sachse auf ein Festival will, muss einige Kilometer in Kauf nehmen – oder man besucht das Highfield.

Das Line-Up bietet wirklich für jeden was. Wirklich! Das erkennt man auch schon am Camp, welches ich am Freitag mit meinem Rucksack durchstreifte. Viele große Gruppen, die obligatorischen Slowmotion-Schilder, Campingstühle mit angeknacksten Bierdosen im Haltegriff am Wegesrand, zwischendrin ein Riesen-Supermarkt, daneben das Green Camp  – alles wie immer. Nach schier endloser Suche waren irgendwann dann doch noch 2 Quadratmeter für das Zelt gefunden und erste Kontakte geknüpft: Die Nachbarn sind vielfältig, von Kim und Sandy, die sich am meisten auf Kontra K freuen und ihren Muttizettel im Brustbeutel haben, bis hin zu Marc, der noch stolz sein Open Flair-Shirt von der letzten Woche trägt, ist alles dabei. Wer es musikalisch etwas lauter mag, muss beim Highfield allerdings früh aufstehen. Mit 8kids und Fjort als erste Acts rechnet man einfach nicht, sodass sich ein paar Leute, scheinbar die, die es wirklich hören wollen, im Schatten der großen Bühne einfinden und gemeinsam einen schönen Tag haben.

Der erste Tag geht entspannt zu Ende – doch dann wird der Wind stärker, Platzregen setzt ein, Alligatoah macht  erste Wetterwitze, denn er durfte letztes Jahr wegen der schlechten Witterungsbedingungen nicht spielen, aber alles bleibt cool. Trotzdem wird’s nochmal stürmisch. Und zwar hilft man sich untereinander, wenn ein Hammer gebraucht wird, aber ehrlich gesagt: Die große Gastfreundlichkeit, die man von anderen Festivals kennt, bleibt aus.

Trotzdem: Durch die Vielfalt eignet sich das Festival ideal als Trip mit Freunden, die man vielleicht nicht für das klassische Rockfestival begeistern kann. Mein Lieblingsmoment bleibt das Bosse-Konzert, es hat unglaublich viel Spaß gemacht, sowohl er, seine Band als auch das Publikum haben einfach nur getanzt, dazu gab es Gratis-Eis und ein wundervoll gemischtes Set.

Ich glaube als Festivaltourist aus Sachsen sollte man doch die paar Kilometer mehr in Kauf nehmen und noch ein Stück weiterreisen, oder das Kosmonaut mal ausprobieren. Das Highfield taugt für Einsteiger, und für Festivalcrews mit differenziertem Musikgeschmack, wegen der großen Distanzen auch für Wanderfreunde und für Gruppen, die musikalisch nicht auf einen Nenner kommen. Außerdem sollte einem bewusst sein, dass überdurchschnittlich viele junge Leute hier unterwegs sind – mit 23 fühlt man sich schon über dem Altersschnitt. Das richtige Festivalgefühl will einfach nicht so recht aufkommen, aber als Ausklang des Sommers bleibt einem so mancher Ohrwurm im Kopf. Von der Gestaltung, Organisation und dem Publikum kann das Highfield Festival jedoch nicht mit einem klassischen Rockfestival oder einem gemütlichen Festival wie das Open Flair mithalten.


Wir freuen uns auf die Saison 2019 – vielleicht ja wieder mit euch als Impericon-Festivalreporter?!

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