Impericon-Festivalreporter Wacken

[Nachbericht] Impericon-Festivalreporterin Anna @Wacken: Garantiert nicht das letzte Mal…


Am Wochenende erreichte uns die Nachricht: Wacken 2019 ist schon jetzt AUSVERKAUFT. Umso wehmütiger werfen wir mit unserer Impericon-Festivalreporterin Anna einen Blick zurück auf ein großartiges „WOA“ 2018:

✨ – #wacken

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Mittwoch

15 Uhr Abfahrt. Eigentlich. Ja oder auch nicht. Meiner ursprünglichen Begleitung wurde zehn Minuten vor Abfahrt der Urlaub gestrichen. Glücklicherweise fand ich relativ schnell jemand anderen, der Lust hatte, mit mir nach Wacken zu fahren. Von der verspäteten Abreise ließ ich mir jedoch nicht die Laune verderben, lieber schnappte ich mir ein Bier und quetschte mich zu Pavillon und Paletten auf die Rückbank. Nach unserer Ankunft und der nächtlichen Zelt-Montage war es auch schon 01:30 Uhr und wir rückten aus, um das Festivalgelände ein wenig zu erkunden. Besonders weit haben wir es allerdings nicht mehr geschafft, kaltes Bier und Tequila mit den „besten Zitronen der Welt“ waren nach der langen Fahrt einfach zu verlockend. Nach einigen guten Gesprächen mit den verschiedensten Menschen waren wir gezwungen, den letzten Shuttlebus zurück zu unserem Campingplatz zu nehmen – was vielleicht auch ganz gut so war, schließlich konnten ein wenig Schlaf und Energie für die kommenden Tage ja nicht schaden.

Impericon Sommerfestivals

Donnerstag

Der nächste Morgen. Leichte (Tequila-)Kopfschmerzen, ein lauwarmes Bier in der Hand – und als ich mich so umsah, fiel mir bedauerlicherweise auf, wie leer unser Campingplatz noch immer war, um uns herum standen nicht mehr als fünf andere Zelte. Das hat mich zunächst schon ein wenig enttäuscht, denn so ganz ohne Nachbarn ist es doch gerade für ein Festival viel zu ruhig. Deswegen beschlossen wir auch, uns auf die Suche nach unseren Freunden auf Campingplatz H zu machen. Mit einer etwaigen Wegbeschreibung kamen wir nach nur 20 Minuten (!) Suche dort an, bekamen ein kühles Bier in die Hand gedrückt und verweilten dort, bis wir uns dann um 20:30 Uhr auf den Weg zur Wackinger Stage machten, um uns Exit Eden anzusehen. Auch wenn sie nur zu dritt anstatt zu viert waren, ihre Performance war absolut keine Enttäuschung für mich. Selbst der Kerl neben mir hat den sich an seinem Bart befindlichen Zopf äußerst elegant zu dem Cover von Katy Perrys „Firework“ mitgeschwungen. Danach erkundeten wir noch ein wenig das Wackinger Village, schauten uns, wenn auch nur kurz, Judas Priest an und kehrten danach zurück an die Bar, bis wir wieder den letzten Shuttle zurück zu unserem Campingplatz nehmen mussten. Überaus zufrieden durfte ich auch noch feststellen, dass wir nicht mehr ganz so allein auf unserem Campingplatz waren: Endlich standen um uns herum mehr Zelte und wir hatten Nachbarn, auch wenn diese mittlerweile alle schon wieder am Schlafen waren. Also hieß es auch für mich: Ab ins Zelt, rein mit den Ohropax und Augen zu.

Freitag

Freitag, Zeit für eine erste Dusche. Schön, sich wenigstens für einen kurzen Moment sauber zu fühlen, auch wenn es nur bis zur nächsten Staubwolke im Infield anhält. Im Anschluss darauf lernte ich dann auch unsere neuen Nachbarn kennen, eine ziemlich coole Truppe, die mit einem alten Schulbus anreiste. Trotzdem trennten Toni und ich uns irgendwann von ihnen und machten uns wieder auf den Weg zum Gelände, schließlich hatten wir noch lange nicht alles gesehen. Mit Umwegen über das Armbrustschießen und den Kirschbier-Stand machten wir uns wieder auf den Weg zum Infield. Es wurde Zeit für 2Cellos. Versorgt mit kühlem Bier und guter Laune begaben wir uns in die Menge. Die Jungs singen zwar nicht, das Publikum dafür umso lauter. Ich bin nach wie vor begeistert, was für eine Show die Beiden nur mit ihren Celli und einem Schlagzeug da hingelegt haben. Um 21 Uhr ging es dann weiter für uns zu Nightwish. In meinem Vorbericht hatte ich ja erwähnt, dass Nightwish die Lieblingsband meines alten Chemielehrers ist und ich mal überprüfen werde, ob er damals übertrieben hatte oder ob sie wirklich so gut sind. Ich muss sagen: Er hatte Recht, enttäuscht wurde ich auf keinen Fall!

Nach Nightwish hatten wir erstmal Zeit, uns an einem der unzähligen Essenstände für In Flames sowie Otto & die Friesenjungs zu stärken. Da wir uns, wie viele andere auch, nicht so recht für einen der Acts entscheiden konnten, beschlossen wir einfach, uns die ersten 30 Minuten von Otto & den Friesenjungs anzusehen und danach In Flames. Was soll ich sagen, es war die richtige Entscheidung. Otto sowie In Flames haben ordentlich Stimmung gemacht. Auch wenn Toni ein wenig enttäuscht war, keinen Ottifanten gefangen zu haben, so hat sich das Hin und Her zwischen den Bühnen definitiv gelohnt. Erschöpft vom Moshen bei In Flames und Mitträllern bei Otto ging es dann trotzdem noch zu Ghost. Etwas skurril, aber trotzdem überraschend gut. Nach diesem fesselnden Auftritt begaben wir uns dann auf den Rückweg zu unserem Camp, um dort den Abend (oder schon viel mehr Morgen) bei ein paar Bier mit den Nachbarn ausklingen zu lassen.

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Samstag

Der letzte Festivaltag. Ich stand um 11:30 Uhr auf, hatte zum zweiten Mal das Metal Yoga-Date versäumt und schlenderte erneut zu den Duschen. Da unsere Zeltnachbarn selbst um 17:15 Uhr auf der Wasteland Stage spielen sollten, war für uns klar: Die schauen wir uns an! Vorher ging es aber nochmal zu unseren Freunden auf Campingplatz H. Pünktlich um 15:45 Uhr standen wir für Skindred gemeinsam an der Harder Stage. Da es für mich der dritte Auftritt von Skindred war, den ich live miterleben durfte, gab es nicht allzu viele Überraschungen. Zwischen den alten Songs spielten sie auch einige neue Songs, diese luden wie die altbekannten auch nur so zum Mitsingen ein. Der Auftritt war viel zu schnell vorbei, viel Zeit um dies zu bedauern blieb mir aber nicht, denn unsere Nachbarn „The Bloodstrings“ waren nun an der Reihe. Kurz gesagt, ich fand es echt geil, auch wenn mir Punkabilly vorher kein Begriff war. Im Anschluss gingen wir alle zusammen noch etwas trinken bis es schließlich irgendwann 03:00 Uhr Morgens war und somit Zeit für uns, die Heimreise anzutreten.

Fazit

Für mich steht fest: Ich werde auch im nächsten Jahr wieder dabei sein, schließlich muss ich ja noch zum Metal Yoga… Danke Impericon für dieses einmalige Erlebnis, oh und natürlich auch an die Jungs von unserem Campingplatz mit dem alten Feuerwehrwagen, ihr habt die Hitze etwas erträglicher gemacht! :)

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