Review Party Bus Impericon Festival

Zwei Festivals, wenig Schlaf und viel Party: Der Impericon Festival-Shuttle (Review)


Wie ich mit einem Haufen Metal-Fans quer durch Deutschland fuhr. Der erste Impericon-Busdrive.

Zwei Festivals, 23 Stunden (!) Live-Bands, wenig Schlaf und viel Party – das bewegte 40 Metalheads, am letzten Aprilwochenende quer durch Deutschland zu fahren, um ihre Lieblingsbands gleich zweimal zu erleben: bei den Impericon Festivals in München UND Leipzig.

Denn Impericon kam zur Freude vieler Fans zum ersten Mal auf die Idee, ein „Metal Shuttle“ zwischen den beiden Impericon Festivals in München und Leipzig anzubieten.

Impericon Bus Shuttle
Im Bus wurden Freundschaften fürs Leben geschlossen.

Das Festival in München war vorbei (hier mein Review). Für viele ging es jetzt unter die Dusche und danach in ein sauberes Bett, um am nächsten Morgen mit frischer Energie in den Tag zu starten. „Jetzt nach Hause? – Langweilig!“, dachten sich die 40 Impericon Festival-BesucherInnen, die sich nach Eskimo Callboy vorm Ausgang trafen – mit guter Laune und einem Bier in der Hand. Es dauerte nicht lang, bis die Konzertbegeisterten ins Gespräch kamen. So wurde sich über die schönsten Momente ausgetauscht und darüber, welche Band am Meisten überzeugt habe. Der Großteil konnte sich auf Eskimo Callboy einigen. Dem konnte ich nur zustimmen. Die Show von Eskimo Callboy hatte alles, was man sich bei einem Konzert wünscht: Sing-Alongs, Moshpits, Wall of Deaths, Pogos und eine Crowd, welche beim Ausrasten immer noch aufeinander Acht gab.

Pünktlich kam der Bus um die Ecke gefahren und die Menge begrüßte den Busfahrer mit ein paar Choreinlagen, die wohl jeder schon einmal auf einer Busfahrt gehört hat. „Ein Hoch auf unseren Busfahrer“ – dies sollte nicht nur einmal auf der Fahrt zu hören sein. Als alle im Bus ihren Platz gefunden hatten, machte unser Busfahrer Dirk unmissverständlich klar, dass ihm sein Bus heilig sei. Gleich vorweg: Der Bus überlebte diese Reise.

Metal Shuttle Impericon Festival

Unser Busfahrer Dirk machte eine seiner berühmten Ansagen.

Im Bus waren unterschiedlichste Dialekte, Akzente und Sprachen zu hören. Alle redeten über die Musik, Bandnamen flogen durch die Sitzreihen und es wurde erwartungsvoll über die bevorstehenden Shows in Leipzig gemunkelt. Viele freuten sich schon auf die große Show von Heaven Shall Burn, die – zum Leidwesen ihrer Fans – eine längere Bandpause einlegen werden, um an einem neuen Album zu arbeiten. Mein Sitznachbar Martin, der zum vierten Mal bei einem Impericon Festival dabei war, freute sich besonders auf die Show von Boysetsfire. Dafür gab es natürlich gleich ein High-Five, da dieses Konzert selbst zu meinen Favoriten gehörte. Nach zwei Stunden voller Gespräche und sich allmählich leerender Biere schliefen die Meisten ein. Eine Portion Ruhe und Schlaf ist nie verkehrt, dachte ich mir und langsam fielen auch meine Augen beim Anschauen der vorbeiziehenden Autos zu.

Sechs Stunden später weckte uns Dirk mit seinen Lieblings-Ballermann-Hits – er weiß was Morgenmuffel brauchen ;). Wir waren endlich in Leipzig angekommen! Erstaunt über die Energie meiner Mitreisenden, sehnte ich mich nur nach einem frischen Kaffee. Dirk gab uns den Tipp, dass gleich um die Ecke ein Supermarkt sei, wo wir uns Frühstück kaufen könnten. Dreißig Minuten später, bepackt mit einem Kasten Bier, Obst und feinster Backwaren kehrten wir zum Bus zurück. Wir holten unsere Sachen und sagten Dirk auf Wiedersehen. Natürlich nicht, ohne ihm noch ein paar unserer besten Gesangseinlagen zu bieten.

Review Party Bus Impericon FestivalKurz vorm Start des Festivals in Leipzig wurden noch schnell Nummern ausgetauscht, da man sich unbedingt gewisse Bands zusammen anschauen wollte. Während des Festivals in Leipzig traf ich die Gruppe noch mehrmals wieder und war überrascht, dass alle es geschafft hatten, zusammen zu bleiben. Hier haben sich nicht nur Freund*Innen für das Leipziger Impericon Festival, sondern auch für kommende Konzerte, Veranstaltungen und Festivals gefunden. Chapeau Impericon! Auf viele weitere Busdrives in der Zukunft!


Zum Autor: Mick, 25 Jahre alt, ist seit seiner Jugend verliebt in das Metal- und Hardcore Genre, hat aber in der Vergangenheit Konzertbesuche schlauchen lassen. Für seine Beiträge besuchte er die Impericon Festivals in München und Leipzig und machte zwischendurch den ersten Impericon Busdrive mit. Die volle Portion Impericon also.

Ihr wollt auch mal in die Rolle des Gastautors schlüpfen? Dann meldet euch via Mail bei Susi (s.siegert@impericon.com).

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