Dear Desolation - Thy Art Is Murder

Am 18. August erscheint DEAR DESOLATION, das neue Album von Thy Art Is Murder. Nach all dem, was wir bisher von der Scheibe gehört haben, fragen nicht nur wir, sondern auch viele anderen Musikmagazine sich: Ergibt die bisher bewährte Formel Thy Art is Murder = Deathcore nach dem Release überhaupt noch Sinn?!

Die Antwort: JA! Denn DEAR DESOLATION ist die Perfektion des Vorgängers HOLY WAR, mit dem Thy Art is Murder back to the roots gehen. Aber nur ein bisschen, denn manchmal ist weniger mehr. Jedes Riff sitzt an der richtigen Stelle und wirkt durch seine Einfachheit umso geiler.  Mit der ersten Aussage, „Slaves“, macht Sänger CJ schon eine klare Ansage, dass es bestimmt gleich böse wird. Nachdem die erste Strophe gesungen wurde, geht’s direkt ans Eingemachte. Die Jungs liefern uns sofort ein schönes oldschooliges Death Metal Riff, das auch von Peter Tägtgren (Vocals, Guitar Hypocrisy) stammen könnte.

 

„The Son Of Misery“ ist für mich der „Light Bearer 2.0“. Wie es der Zufall will, ist dieser Song auch beim Vorgängeralbum HOLY WAR an zweiter Stelle platziert. Zurecht, denn so eine Dramatik, die sich langsam aber sicher aufbaut, macht Thy Art is Murder unverwechselbar. Hoffentlich dürfen wir diesen Song auf der kommenden Tour im Oktober mit CJ feiern – ich bin mir fast sicher, aber lassen wir uns mal überraschen.

An dieser Stelle will ich mal kurz CJ zitieren, der in einem unserer letzten Interviews über das neue Album gesagt hat: „We’re showing our strengths and variety“. Und tatsächlich dachte ich im ersten Augenblick bei einigen Songs, dass aus Versehen Lamb Of God in meine Playlist gerutscht wäre. Doch Thy Art is Murder haben an vielen Stellen einfach nur mal eben das Riff etwas thrashiger gewählt. Bei „Man is the Enemy“ verfallen wir aber wieder in gewohnte Muster zurück und dürfen Zeuge davon werden, wie TAIM die Kombination aus Post/Black verinnerlichen.
Das vorletzte Lied, „Into Chaos we climb“, hat eines der schönsten Soli überhaupt – wobei die Band dieses Mal an der Stelle gespart und dafür vielleicht mehr Wert auf das Riffing gelegt hat.
Wieso sind immer die letzten Lieder der Platte die Besten? „The Final Curtain“ hätten Thy Art Is Murder mal lieber
weiter oben hinpacken sollen. Wahrscheinlich bewusst nach hinten gesetzt, da dieses Lied nicht dem standardisierten Liedaufbau der Australier entspricht oder das Ausklingen der Gitarre vielleicht ganz gut zum Ende des Albums passt.

Mein Fazit: Über das Album entsteht eine wahnsinnige Atmosphäre, die sich von „Dear Desolation“, über „Death Dealer“ bis hin zu „Man is the Enemy“, durchzieht. Wer dieses Album nicht am Stück hört, ist selber schuld.

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Album: Dear Desolation
Tracks: 10
Label: Nuclear Blast

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