Luciferous - Enterprise Earth

Am 5. April erscheint das neue Album LUCIFEROUS von Enterprise Earth. Ich habe schon mal reingeschnuppert und well, that escalated quickly… Wer nach diesem Album immer noch meint, im Deathcore würde sich jeder und alles gleich anhören, kennt Ex- Infant Annihilator – Sänger Dan Watson’s Stimme und Enterprise Earth (noch) nicht!

In der Timeline geht’s zurück ins Jahr 2014 – Gründungsjahr der Band und Geburtsstunde der ersten Single XXII – natürlich im klassischen Stil des Deathcore. In den darauffolgenden Jahren begann eine Odyssee aus wechselnden Bandmitgliedern: Frontsänger Dan Watson und BJ Sampson bilden dabei das Urgestein, sowie ehemalige Mitglieder von I Declare War, Rings of Saturn oder The Browning. Trotz der sich ständig veränderten Bandkonstellation hielt das die Band nicht auf, fleißig an neuen Alben zu feilen und den Begriff des Facettenreichtums neu zu definieren. Und jetzt, nach einer EP XXII (2014) und zwei erfolgreich veröffentlichten Alben PATIENT  0 (2015) und EMBODIMENT (2017), bin ich gespannt, was uns bei LUCIFEROUS erwarten wird.

Ihr neues Album umfasst insgesamt 12 Songs, die von vorne bis hinten facettenreich im Stil sind und stark variieren. Wer denkt, Deathcore ist ausschließlich willkürliches Brüllen und Schreien, sollte hier mal in die bislang veröffentlichen Singles reinhören. Mit „Behold Malevolence“, „Sleep Is For The Dead“ und „He Exists“zeigt Frontmann Dan, was er stimmlich drauf hat. Bei diesen drei Lieder solltet ihr schon völlig von dem Gegrowle, der gängigen Blastbeats , Double-Base und schnellen Gitarren-Riffing überzeugt sein.

Da das Genre Metal und Hardcore mein treuester Begleiter ist, kommt es ab und zu mal vor, dass ich mich in meiner Komfortzone auch mal in klassischen Pianowerken und harmonischen Melodien suhle. Umso mehr gefällt mir deshalb die Interlude „Requiem“ in der Mitte des Albums – etwa zum Verschnaufen, Spannung aufbauen oder um den besten Freund beim Konzert wieder zu finden? Ganz gleich, was sich die Jungs dabei gedacht haben, es passt in das Gesamtkonzept des Albums gut rein. Mein absoluter Favorit ist der nach ihrem Album benannte Track „Luciferous“, welcher mit epischen Chorklängen und gutturalem Gesang von Dan eröffnet wird, das mir schon direkt Gänsehaut verschafft. Definitiv ein Hinhöhrer durch seinen düsteren Touch, der dumpfe Unterton und böse Gitarren Riffs, welche sich durch das gesamte Lied ziehen.

Nachdem ich das Lied „Nightfallen“ zum ersten Mal gehört habe, fragte ich mich, ob hiermit ein neuer Rekord aufgestellt werden sollte? Es wird in unter drei Minuten gegrowlt und geshoutet, was das Zeug hält – begleitet von tiefen Breakdowns und Blastbeats. Die Kategorie lautet: Wie viel Power vertragen zwei

 Minuten und 49 Sekunden und wie lange kann jemand bei diesem Track nur ruhig sitzen bleiben?

Das Album endet mit dem zwölften Track „There is No Tomorrow“, eine musikalische Ballade der Neuzeit. Wie gut harmonische Einklänge mit Deathcore harmonieren, wird hier mehr als deutlich. Immer wiederkehrende melodische Passagen lassen den Track einzigartig wirken und geben das Gefühl, in eine Geschichte einzutauchen.

Ich lasse euch die Vorfreude auf das neue Album und sage: There is a tomorrow and its date is 5th April!

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8/10
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Album: Luciferous
Tracks: 12
Label: eOne Music

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