Spooky Halloween-Ausflugsziele für Euren Coven


Halloween fällt dieses Jahr auf einen Montag, also haben wir hier in Deutschland ein verlängertes Wochenende! Ihr sucht noch nach dem perfekten Halloween-Ausflugsziel für Euren Coven, um eine Séance abzuhalten? Oder sucht Ihr einfach so gerne Orte auf, die Euch einen Schauer über den Rücken jagen? Dann packt Euren Rucksack und macht Euch auf den Weg zu den gruseligsten Orten in Deutschland!

Sicherlich kennt Ihr auch den Begriff Dark Tourism: Darunter versteht man das Reisen zu düsteren und geheimnisvollen Orten, wie verlassene Psychiatrien, finstere Burgruinen oder Schauplätze wahrer Verbrechen. Wir haben Euch ein paar spooky Spots in Deutschland ausgesucht, um die sich blutige, magische und düstere Legenden ranken. Perfekt für einen Ausflug am Halloween-Wochenende! Und für Anhänger der Gothic Szene sind diese Orte sicher das ganze Jahr über einen Besuch wert.

1. Der Gespensterwald in Nienhagen

Mystischer könnte es kaum sein: Bei Tag strömt das Sonnenlicht durch die bis zu 170 Jahre alten Bäume, doch sobald es neblig wird, lässt sich die Hand nicht mehr vor den eigenen Augen erkennen. Ideal, um auf Gespensterjagd zu gehen! In Kombination mit den großen, knochigen Bäumen wird eine schaurige Stimmung erzeugt, die ideal ist für jeden Naturliebhaber, der sich auch gerne mal gruselt.

Der Wald befindet sich an der Mecklenburgischen Ostseeküste, bei der gleichnamigen Ortschaft Nienhagen. Er ist ein Naturschutzgebiet, also vergesst nicht, nach Eurem Hexenritual alles wieder wegzuräumen!

Foto: Pixabay

2. Haus Fühlingen: Horrorhaus in Nordrhein-Westfalen

In der Nähe von Köln könnt Ihr ein waschechtes Spukhaus besuchen. Doch was macht dieses Haus so besonders? Laut einer Legende wütete auf dem Gelände des Hauses im Jahr 1288 eine blutige Schlacht zwischen Rittern, die hunderte Leben kostete. Schon seitdem sollen Geister auf dem Gelände ihr Unwesen treiben.

Das Haus selbst wurde erst im Jahr 1884 erbaut. Seitdem sind auf dem Gelände noch vier weitere Menschen verstorben: 1943 wurde beispielsweise ein junger Zwangsarbeiter vom damaligen Gutsbesitzer ermordet, weil er angeblich seiner Tochter zu nahe gekommen war. Kurz darauf rächten sich die anderen Zwangsarbeiter und töteten einen Mitbewohner des Besitzers. Und somit sind alle Grundlagen für ein waschechtes Geisterhaus gegeben, oder?

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3. Die Ofnethöhlen in Nördlingen

Die Ofnethöhlen findet Ihr in Bayern. In der Steinzeit dienten sie vermutlich sogar als Heim für Menschen, was ein schauriger Fund belegen soll:

Im Jahr 1908 wurde ein riesiges Massengrab entdeckt. Es bestand aus den Schädeln von insgesamt 19 Kindern, vier Männern und zehn Frauen, die älter als 10.000 Jahre sind. Vermutlich wurden die Schädel kurz nach dem Tod von den Körpern abgetrennt und anschließend mit Haut und Haar vergraben. Für die Forschenden damals war klar, dass das Grab nicht nur den Nutzen gehabt hat, verstorbene Mitmenschen zu beerdigen. Sie vermuten dahinter entweder ein grausames Massaker oder Opferrituale.

Ein schauriger Gedanke, dass die Seelen der 33 verstorbenen Menschen heute noch immer durch die Ofnethöhlen in Bayern wandern könnten. Überzeugt Euch davon am besten selbst – oder beschwört die verlorenen Seelen bei Eurer Halloween Séance!

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4. Der U-Boot-Bunker Valentin in Bremen

Hierbei handelt es sich vermutlich um den größten Bunker der Welt. In dem riesigen Betonklotz sollten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs U-Boote zusammengebaut werden, doch ehe damit begonnen werden konnte, war der Krieg schon vorbei. Doch was macht den Ort dann so unheimlich, abseits der engen, verwobenen Gänge innerhalb der Betonwände?

Alleine schon beim Bau des Bunkers sollen mindestens 6.000 Zwangsarbeiter verstorben sein, weil die Arbeitsbedingungen absolut menschenunwürdig gewesen sind. Das sorgt vermutlich für die bedrückende Stimmung die aufkommt, wenn man durch die engen Gänge wandelt. Außerdem wurden 1999 zwei Leichen am Bunker gefunden. Dabei handelte es sich um ein Pärchen, welches grausam hingerichtet wurde.

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5. Die ehemalige Lungenheilanstalt Beelitz

Sicher habt Ihr von diesem Lost Place schon öfter gehört: Der riesige Krankenhauskomplex, teils schon stark verfallen, ist auch schon öfter eine beliebte Location für die Filmindustrie geworden. So hat man beispielsweise Szenen für den Horrorfilm “A Cure For Wellness” dort abgedreht. Auch Rammstein nutzten die Location einst für einen Videodreh.

Früher wurden dort Menschen behandelt, die an Tuberkulose erkrankt sind. Doch die Tatsache, dass viele kranke Menschen dort ihre letzten Tage verbrachten, ist nicht das Unheimlichste, denn in den 90er Jahren trieb die “Bestie von Beelitz” dort ihr Unwesen. Wolfgang Schmidt, heute Beate Schmidt, ermordete insgesamt sechs Menschen. Ein Mord ereignete sich direkt auf dem Gelände der Heilstätten.

Eine 34-jährige Frau geht mit ihrem drei Monate alten Sohn spazieren. Doch von diesem Spaziergang kehrte die junge Frau nicht mehr zurück. Beate S. ermordete sie und ihren Sohn auf bestialische Weise. Auch im Jahr 2008 wurde dort eine junge Frau ermordet, die sich mit einem Fotografen treffen wollte. Doch keine Sorge: Im Rahmen der offiziellen Touren, die durch das Gelände angeboten werden, sollte Euch nichts passieren!

Fotos: Pixabay

6. Die Pestkapelle bei Weilheim

Tief verborgen in den Wäldern zwischen Hohenkasten und Waldheim steht eine kleine, alte Kapelle. Das dunkle Geheimnis dieses Ortes verbirgt sich tief unter der Erde, denn hier wurden zahlreiche Opfer der Pest begraben, die im 18. Jahrhundert wütete und tausende Menschenleben forderte.

Den Erzählungen zufolge wurden die Pesttoten in die umliegenden Brunnen geworfen. Darunter sollen sich nicht nur Leichen befunden haben, sondern auch noch Lebende, die erkrankt waren. Als die Brunnen voll waren, vergrub man die übrigen Leichen unter der Erde. Außerdem soll die Kapelle wohl sehr schwer zu finden sein. Und wenn man Pech hat, stößt man im Wald auf den Geist einer toten Frau, die sich dort das Leben genommen hat.

Doch mit etwas Glück trefft Ihr vielleicht auch den “Schwarzen Hund”: Dieser soll einem Mädchen gehört haben, welches 1625 von einem Pfarrer ermordet wurde. Bis zum heutigen Tag soll ihr Hund Menschen den Weg aus dem Wald weisen, wenn sie sich verirrt haben.

Foto: Wikipedia

7. Die Pfaueninsel in Berlin

Heute ist die Pfaueninsel ein idyllisches Reiseziel für Touristen, doch nur wenige wissen, dass das kleine Schloss vielleicht einst ein Schauplatz für Dunkle Magie gewesen sein soll. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts soll der Alchimist Johannes Kunckel dort düstere Experimente durchgeführt haben, weshalb er der Hexerei bezichtigt wurde. Alles, was die Anwohner in der Nähe von der Insel mitbekommen haben, waren die dunklen und übelriechenden Rauchschwaden, die vermutlich von seinen Experimenten stammen.

Begebt Euch selbst auf die Spuren von Johannes Kunckel, vielleicht findet Ihr sogar noch alte Hexenbücher oder Zutaten für Eure eigenen Zaubertränke!

Foto: Pixabay

8. Das Domslandmoor in Windeby

Wir schließen unsere Reise ab mit einer weiteren Naturschönheit, die sich zu bestimmten Tageszeiten jedoch in einen mystischen, unheimlichen Ort verwandelt: Das Domslandmoor macht optisch erst so richtig was her, wenn sich schwere Nebelschwaden durch die Landschaft ziehen. Doch nicht nur die Optik sorgt für den gewissen Gruselfaktor.

Im Jahr 1952 wurden im Moor zwei Leichen gefunden, wobei es sich auf den ersten Blick vermutlich um ein ermordetes Liebespaar handelte. Die Frau trug eine Augenbinde und ihr Kopf wurde vollkommen kahlgeschoren, während der Mann einen Strick um den Hals trug. So wurden früher Ehebrecher hingerichtet. Bei späteren Untersuchungen stellte sich jedoch heraus, dass die männliche Leiche rund 300 Jahre jünger ist als die der Frau – und die Frau war auch gar keine Frau, sondern ein Junge. Somit sind sich die Beiden zu ihren Lebzeiten trotzdem nie begegnet, und niemand weiß, warum sie gemeinsam begraben wurden.

Die sehr gut erhaltene Moorleiche des Jungen könnt Ihr euch anschließend noch im Landesmuseum Schloss Gottorf ansehen – wenn Ihr es lebend aus dem Moor herausgeschafft habt.

Foto: Pixabay

Euch fehlt noch die richtige Playlist für Euren Ausflug? Dann hört mal in unsere Halloween Playlist rein, in der wir die schaurigsten Hits der Community gesammelt haben:

Wie Ihr sicher bemerkt habt, sind die genannten Locations nicht nur zum Erschrecken gut, sondern liefern auch richtig tolle Fotomotive ab. Schnappt Euch im Shop noch ein witchy Outfit, bestehend aus angesagter Gothic Kleidung, oder Horrorfilm Merchandise, um Euren Ausflug perfekt abzurunden.

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