Mosh Pit Studie Papua Neuguinea

Studie: Das haben Heavy Metal-Fans & Ureinwohner Papua-Neuguineas gemeinsam


Warum auch immer Wissenschaftler dafür bezahlt werden, das zu erforschen. 

Eine anthropologische Studie des University Colleges in London hat herausgefunden, dass Heavy Metal-Fans so miteinander kommunizieren wie abgelegene Stämme in Papua-Neuguinea. Genauer gesagt gebe es drei Gemeinsamkeiten:

  1. Kuttenträger wie Stammesmitglieder hätten eine spezielle Rangordnung. Regeln werden von den „Stammesälteren“ bzw. „Oldschool-Fans“ erster Stunde an die jüngeren Nachfahren weitergegeben. Dazu gehört zum Beispiel das Selbstverständnis, dass der Pit freiwillig ist und Fans, die hinfallen, sofort geschützt werden müssen.

  2. Im Rahmen von Stammes-Ritualen werden Objekte und Skulpturen genutzt, um an Ereignisse aus der Vergangenheit zu erinnern – ähnlich wie Tour-Merch oder Drumsticks und Plektren, die Bands als „Konzertsouvenirs“ in die Crowd werfen.

  3. Es gibt auch im Metal dunkle, kathartische Musik, die sich so innerhalb der Stämme Papua-Neuguineas in den letzten 40.000 Jahren nur minimal verändert hätte. Die Forscherin spricht in dem Zusammenhang z.B. von einem Doom-Konzert, bei dem ein einziger Song knapp 50 Minuten ging. Zitat: „It was like funeral music. The venue was jam-packed and the audience was dead still. It was just a wall of vibration.“

Forscherin Lindsay Bishop arbeitet schon seit 10 Jahren im Heavy Metal-Bereich, dafür tourte sie mit diversen Bands und interviewte Hunderte von Fans. Über die erwähnte Studie sagt sie:

Sie erkennt Verbindungen zwischen dieser total fremdartigen Kultur der Mosh Pits, Heavy Metal Musik sowie seiner Rituale und diesem Ureinwohner-Stamm, der im Regenwald Papua-Neuguineas lebt.

Bald soll ihre Arbeit auch in einer Dokumentation und auch einem Buch präsentiert werden. Vielleicht erschließt sich mir bis dahin ja der Nutzen einer solchen Forschung…

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