Studie Spotify

Studie: Wir legen schon mit 11 den Grundstein dafür, welche Musik wir später feiern


Kommt ihr trotz der großartigen neuen Releases, die uns jede Woche erreichen, immer wieder auf die selben alten Kamellen in eurer Playlist zurück? Ein Autor der New York-Times hat auf der Basis von Spotify-Daten erklärt, warum das so ist. 

Für seinen Artikel „The Songs That Bind“ hat Seth Stephens-Davidowitz ausgewertet, wie oft ein Song von einer bestimmten Altersgruppe gehört wurde. Das Ergebnis: Das Geburtsjahr und damit das Alter der Nutzer war ein ausschlaggebender Faktor dafür, welche Musik sie gerne hörten.

Ein Beispiel aus dem Artikel: „Creep“ von Radiohead (1993) ist unter Nutzern, die jetzt 38 Jahre alt sind, immer noch der 164. meistgespielte Spotify-Song – bei denen, die 10 Jahre älter oder jünger sind, taucht er nicht mal in den Top 300 auf. Spielt man das Spiel mit noch einigen anderen Songs durch (der Autor nahm dafür JEDEN Song, der von 1960 bis 2000 auf Platz 1 der Billboard Charts landete), fällt auf:

Ganz nach dem Motto „Loved it as a Teen, Love it Forever“ bildet sich der Musikgeschmack von Nutzern schon sehr früh heraus – bei Mädchen statistisch gesehen mit 11 bis 14, bei Jungs etwas später, mit 13 bis 16. Die frühen 20er haben laut der Untersuchung nur halb so viel Einfluss auf unsere späteren Hör-Präferenzen. 

Ich habe das für mich selbst mal durchgerechnet und muss sagen: Es stimmt. Als Frau sollte mein Musikgeschmack statistisch gesehen zwischen 11 und 14 geprägt werden, auf mein Alter umgerechnet also in den Jahren 2003 bis 2006. Zufällig genau die Jahre, in denen Dauerbrenner wie A BEAUTIFUL LIE von Thirty Seconds To Mars, WHERE YOU WANT TO BE von Taking Back Sunday oder THREE CHEERS FOR SWEET REVENGE von My Chemical Romance erschienen – Alben, deren Songs ich zufällig auch 2018 noch in Dauerschleife höre…

Kommentare