Trends, Neuheiten, Veränderungen – ein Ausblick in die Zukunft der Core-Genres


Über die Entwicklung, Trends und Veränderung des Core-Genres. 

Wir schreiben das Jahr 2018. Durch das Aufkommen von Musikdiensten wie Spotify, Youtube oder iTunes hat sich das Musikbusiness stark verändert. Doch auch das Core-Genre selbst durchlief einen starken Wandel. Für viele Fans und Kritiker gilt insbesondere der Metalcore als ausgelutscht. Versinkt unsere geliebte Musik in der Bedeutungslosigkeit, weil es den Musikern an neuen musikalischen Ideen zur Weiterentwicklung mangelt? Ich persönlich glaube nicht daran. Meiner Meinung nach befindet sich das gesamte Core-Genre jedoch in einem Umbruch. Deshalb habe ich ein wenig über den Tellerrand hinausgeblickt und mir Gedanken darüber gemacht, welche Trends definitiv vorbei sind und was uns in Zukunft erwarten könnte.

Status Quo – Metalcore, Deathcore & Co. in einer Sackgasse?

Klassischer Metalcore anno 2008 scheint definitiv tot zu sein. Das aktuell grandios gefeierte Comeback der Szeneheroes von As I Lay Dying wird daran nichts ändern. Für neue Bands, die über eine ähnliche musikalische Anlage verfügen, wird es in Zukunft fast ein Ding der Unmöglichkeit werden, bei einer großen Masse einen musikalischen Triggerpunkt zu finden. Auch zumindest die in den letzten Jahren populäre Sparte des Post Hardcore – das Genre ist ja bekanntermaßen sehr vielschichtig – geprägt von Bands wie Thursday, Sleeping With Sirens oder AFI, scheint stark rückläufig zu sein. Und wenn ich mir den aktuellen Zustand des Deathcore so ansehe, muss ich feststellen, dass die Entwicklung stagniert. Die Gitarren sind auf Anschlag tief gestimmt und das Geknüppel wirkt so hart wie noch nie. Ob dem Deathcore in dieser Konstitution die Zukunft gehört, ist für mich allerdings mehr als fraglich und ein wenig frischer Wind wäre wünschenswert.

Was sind die aktuellen musikalischen Trends?

Umso erfreulicher finde ich die Tatsache, dass viele der neuen Gruppen auf Tugenden setzen, die man für lange Zeit als verloren glaubte. Insbesondere klassischer Hardcore scheint einer der Haupteinflüsse neuer Core-Formationen zu sein. Dieses Phänomen bestätigt unter Anderem der Erfolg von Bands wie Deez Nutz oder Lionheart – ganz zu schweigen von den Überfliegern von Knocked Loose! Doch was ist es, was ebengenannte Combos gemeinsam haben? Meiner Meinung nach schätzt deren Fanbase sie für ihre Realness und Authentizität. Außerdem glaube ich, dass Bands, die momentan vermehrt auf Einflüsse aus Djent, Nu Metal oder R’n’B setzen, einen gewaltigen Fußabdruck im Gedächtnis der Musiker von Morgen hinterlassen werden.

Core 2.0 – die Zukunft wird bunt

Ich glaube fest daran, dass das gesamte Core-Genre in naher Zukunft von Werten vergangener Zeiten partizipieren wird und sich auf diese Weise ein Stück weit neu erfindet. In Kombination mit den Einflüssen komplexerer Spielarten entsteht möglicherweise eine völlig neue musikalische Bewegung, die uns alle begeistern wird. Es kommt nicht darauf an, etwas gänzlich Neues zu machen. Vielmehr wird es von entscheidender Bedeutung sein, das Vermächtnis der Musikgeschichte aufzugreifen, neu zu interpretieren und sinnvoll mit einem modernen Style zu verknüpfen. Wie bunt das aussehen könnte, zeigen grundverschiedene Bands wie Napoleon, The Plot In You, Aversions Crown, Novelists oder Falling in Reverse bereits heute. Ich für meinen Teil freue mich sehr auf alles was da kommt und bin megamäßig gespannt, wo die Reise hingeht.

Was glaubt ihr, wo geht die Reise hin?

Kommentare