A Day To Remember

Victory Records Veröffentlichen Neues Statement Gegen A Day To Remember


Victory Records, das ehemalige Label von A Day To Remember, hat in einem ausführlichen Statement auf erneute Vorwürfe von Frontmann Jeremy McKinnon reagiert. In einer Pressemitteilung erklärte Victory, dass der Streit von Anfang an von der Band ausgegangen wäre, die zu keinem Zeitpunkt Interesse daran gezeigt hätte, den Fall einvernehmlich zu lösen. 

A Day To Remember hatten zuvor in einem Interview mit dem britischen Musikmagazin Kerrang! über den Prozess gesprochen und dabei scheinbar die Position des Ex-Labels falsch dargestellt. Denn der Prozess, der 2011 vor Gericht ging, sei laut Victory-Pressemitteilung von Jeremy McKinnon und Co. eingefädelt worden, schon ein Jahr zuvor hätten sie diesen Schachzug hinter dem Rücken des Labels geplant. Und das obwohl es all die Jahre nie Beschwerden von Seiten der Band gegeben habe, was Honorare, eventuelle Vertragsunklarheiten oder Marketing-Tätigkeiten anging. Auch an einer Vergleichslösung, die Victory Records offenbar mehrmals angeboten hatte, wären A Day To Remember nicht interessiert gewesen:

Im August 2011, zwei Monate nachdem ADTR die Klage eingereicht haben, hat Victory zum ersten, aber nicht letzten Mal, versucht, einen Vergleich anzubieten, um diesen Streit aus der Welt zu schaffen. Diese Angebote wurden alle von der Band abgelehnt, auch 2013, als ADTR stattdessen in Eigenregie COMMON COURTESY veröffentlichten. Das zeigt ganz deutlich, dass sie nie Interesse daran hatten, den Prozess auf diese Art und Weise zu beenden.

Der „core issue“, also der zentrale Aspekt des Prozesses, sei stets die Vereinbarung gewesen, die A Day To Remember mit Victory Records geschlossen hatte und sie zu fünf Album-Releases verpflichtete. Penibel zählt das Label im Text auf, dass die Band zum heutigen Zeitpunkt allerdings erst sechs Alben veröffentlicht hat, drei davon unter der Victory-Flagge (FOR THOSE WHO HAVE HEART 2007, HOMESICK 2009 und WHAT SEPERATES ME FROM YOU 2010).

Der absurden Behauptung von A Day To Remember, dass sie in ihren ersten zwei Jahren mit Victory Records 13 „Alben“ veröffentlicht haben, fehlt es an Menschenverstand, Logik und Realitätsbezug

Tatsächlich scheiterte – und das Folgende ist kein Zitat aus der Pressemitteilung – eine Einigung in der Alben-Frage wohl von Anfang an daran, dass A Day To Remember und Victory Records verschiedene Auffassungen vom Begriff „Alben“ hatten. Nach dem Verständnis von A Day To Remember fallen darunter auch Deluxe Editionen von bereits veröffentlichten Alben. Für Victory sind diese Releases allerdings kein Bestandteil ihrer Vereinbarungen.

Uff. Das letzte Wort scheint in dieser Sache noch nicht gesprochen zu sein. Falls ihr nochmal Lust habt, die Presseerklärung im Ganzen nachzulesen: Hier findet ihr das Original.

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