Viva The Underdogs: Meine persönliche Review zum neuen Film von Parkway Drive


Gerade frisch aus dem Kino berichte ich euch taufrisch von meinem Besuch des neuen Films von Parkway Drive. Viva The Underdogs wurde in Deutschland und Österreich in über 60(!!) Kinos ausgestrahlt und war dort nur am heutigen Tag zu sehen.

Ich hab heute um 17 Uhr meine Karten besorgt, drei Stunden vor Beginn des Films. Nach den Worten „Ich wollte schon mal mein Ticket kaufen“ bekam ich bloß runde Augen der ansonsten freundlichen Kassierin des hiesigen Kinos zu sehen. „‚Schon‘ ist gut, es sind nur noch wenige Plätze frei!“ Aber nochmal Glück gehabt. Als ich dann kurz vor Beginn des Films in den Saal komme, ist dieser tatsächlich fast ausverkauft und überall sieht man gut gelaunte Kino-Gäste, bewaffnet mit Popcorn, Cola, Nachos und natürlich Merch der australischen Band.

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Der Film startet verheißungsvoll mit einigen Szenen aus Wacken, dem wohl größten Metal-Festival der Welt. Dann springt alles auf Anfang und man sieht die jungen Parkway Drive ganz am Anfang ihrer Karriere, wo sie in einer billigen Digi-Cam-Aufnahme mutmaßen, wie ihr Leben wohl in fünf aussehen wird. Fast keiner glaubt an den großen Erfolg, aber alle sind gut gelaunt lachen herzlich. Diesen Kontrast macht der Film zuallererst auf – und dann beginnt eine kranke Reise.

Parkway Drive ist eine Droge – und alle wollen mehr von ihr

Im Fokus des Films steht zuerst die „Reverence Tour“ zum gleichnamigen und aktuellen Album der Australier. Man sieht die Band in einem ernsthaften Gespräch darüber, dass sie mit dieser Reise ein hohes Risiko eingehen, wie sie es noch nie auf sich genommen haben. Waren vorherige Touren noch davon begleitet, dass man um die Welt zog, in Schlafsäcken überall schlief – notfalls auch im Freien – und Essen aus den Nightlinern von anderen Bands mitgehen ließ, steht die Band bei dieser Konzertreise vor einer neuen Ära. Sie wollen die größten Festivals der Welt headlinen und sind bereit ALLES dafür zu tun.

Um ihr großes Ziel zu erreichen möchte die Band ihre Tour und jede einzelne Show zu einem unvergesslichem Highlight machen. Man bekommt einen wunderbaren Einblick, wieviel Zeit, ANSTRENGUNG und natürlich auch Geld in diese Mission geflossen sein muss. Die Feuershow, die krassen Lichter, das gigantische Bühnenbild, bis hin zur Choreo – alles soll perfekt sein. Und die Band plant wirklich alles in kleinem Kreis, mit ihren Freunden aus Byron Bay.

Und so wächst eine Crew von 50 Leuten zusammen, die bis ins kleinste Detail auf alles achten muss. Dass der Druck der ehrgeizigen Australier berechtigt ist, zeigen ein Kurzschluss der Anlage einer Show in Amerika. Parkway Drive müssen das erste Mal ein ausverkauftes Konzert plötzlich unterbrechen und schließlich auch beenden. Und zum ersten Mal realisiere ich wirklich, wie schlimm dies für eine Band sein muss – gerade wenn sie 110% gibt.

Aber die harte Arbeit lohnte sich. Wie wahrscheinlich den meisten Fans bekannt, spielte die Band aus Byron Bay in 2019 auf riesigen Festivals, wie dem Hurricane, Southside, Jera On Air oder dem Resurrection Fest. Sie standen als Headliner im Line-Up oder nur einen Slot hinter Legenden wie Slipknot. Und genau diese gewaltigen Shows fängt der Film ebenso perfekt ein.

Gekrönt wird das ganze von der gewaltigen Show beim Wacken 2019. Es gibt wohl keine Metal-Band, die nicht davon träumt, dort überhaupt im Line-Up zu stehen. Und Parkway Drive schafften es auf die Spitze des Plakats und brachten die beste Show ihres Lebens auf die Bühne.

Der Film zeigt, und sagt es auch an manchen Stellen, was es braucht um dort zu landen. Man benötigt natürlich krasse Songs, eine tolle Show und jede Menge Glück. Aber vor allem braucht es das Gewisse Etwas und den unbedingten Willen, das scheinbar Unmögliche zu schaffen. Dieser Film sollte nicht nur für alle jungen Artists da draußen eine Inspiration sein, sondern für jede Person, die vielleicht vor der größten Herausforderung ihres Lebens steht.

Die Zuschauer verlassen das Kino nach dem Abspann mit glücklichen Gesichtern. Ich hatte während der Vorstellung sehr oft Gänsehaut und wünsche den sympathischen Australiern um Winston McCall weiterhin VIEL ERFOLG auf dieser tollen Reise. Mit „Viva The Underdogs“ haben sie sich bereits das nächste Denkmal gesetzt. Wie im Film sehr schön gesagt wurde: „Parkway Drive ist eine Droge und alle wollen mehr von ihr“.

Und ich brauche jetzt noch viel mehr.

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