Welche 3 Alben meiner Vorfreude gerecht wurden und diese sogar getoppt haben!


Diese Alben haben mich dieses Jahr komplett zum ausrasten gebracht und meine Vorfreude absolut getoppt…

Bereits Anfang diesen Jahres im Januar wurde das für mich wohl stärkste Album 2018 veröffentlicht: die antifaschistische Hip-Hop Band Moscow Death Brigade (MDB) aus Russland veröffentlichen „Boltcutter“. Was für ein Brett! In nur 30 Minuten verkörpern die Jungs ihren schroffen und prägenden Stil: Circle Pits, Krach machen und Meinung zeigen! Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Rap, Hardcore und Punk gehen die Songs direkt ins Ohr und bringen eine ganze Bude zum Brennen (im metaphorischen Sinne natürlich).

In über 30 Städten werden MDB dieses Jahr gespielt haben, denn die Tour ist noch nicht vorbei. Seit Februar touren die Jungs durch Europa – sorgten sogar beim Full Force dieses Jahr für puren Abriss – und gingen ab gestern in Großbritannien und Irland in die zweite Runde ihrer Boltcutter Tour 2018. Die Band positioniert sich in ihren Songs für den Antifaschismus, Pro Asyl, wie zum Beispiel in dem Song „Papers, Please!“, sowie Toleranz und Respekt. Dieses Jahr wurden die Jungs sogar auf ihrer Tour von Feine Sahne Fischfilet supportet – geile Kombination!

 

Allerdings muss ich gestehen, im Thema Gesellschaftskritik wird es jedoch immer eine unangefochtene Spitze geben. Im Juni veröffentlichte das Antilopen-Gang-Mitglied Danger Dan sein erstes Solodebütalbum „Reflexionen aus dem beschönigten Leben„.
Mit viel Herz, aber auch Frust widmet sich der Rapper in seinen Liedern der Wirklichkeit. Mit einprägenden Melodien und unfassbar ehrlichen Texten zeigt er, dass Vorurteile und die fehlende Gleichberechtigung leider immer noch in unserem Alltag Fuß finden. So begeistert wie ich von seinem Album war, umso begeisterter war ich vom Konzert im Conne Island in Leipzig. Nicht, weil es komplett unerwarteten Support regnete, sondern weil Danger Dan den ganzen Raum zum Beben brachte. Spätestens als dann die Lieder „So ungefähr“ und „A.V.A.L“ spielten, die in Zusammenarbeit mit dem 2013 verstorbenen Antilopen-Mitglied NMZS geschrieben worden, wurde gesprungen, getobt und gepogt.

Das dritte Album, was mich dieses Jahr komplett vom Hocker gehauen hat, ist noch nicht mal seit einem Monat released. Mit „Here Comes The Boom“ war mir schon vor Release klar, dass mich im Oktober die geballte Ladung Power erwartet: „The Legacy of Shi“ von Rise of the Northstar.

Mit ihrer Mischung aus Metalcore, Newschool Hardcore, Rap und ihrem Faible für japanische Kultur und Untertitel zeigen die Jungs, was Crossover wirklich ist. Ihrem Stil sind sie definitiv treu geblieben: harte Riffs, Rap-Einlagen und ne menge Boom! Wer kann denn da noch ruhig sitzen oder stehen bleiben? Selbst im Metal erprobten sich die Jungs positiv: Der Song „All For One“ lädt nahezu ein, in den Circle Pit zu hüpfen oder mal so richtig zu moshen.

Derzeit tourt die Band durch Europa. Leider wurden noch keine Shows in Deutschland angekündigt. Aber was nicht ist, das kommt vielleicht noch? Ich bleibe gespannt…

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