Wird Apple kostenloses Streaming bei Spotify in Zukunft unmöglich machen?


Spotify hat die Art und Weise wie wir Musik konsumieren so ähnlich verändert, wie die Erfindung des Dynamits die Art und Weise des Tötens in Kriegen veränderte. Große Stärke des Streamingdienstes ist das kostenlose Streamen, mit dem aber bald Schluss sein könnte.

Ihr kennt das, in dem einen Moment hat man Bock auf Slipknot, dann will man mal wieder einen Klassiker von Slayer hören und zu guter Letzt den neusten Song von In Hearts Wake. Mit Spotify ist das alles gar kein Problem. In Sekundenbruchteilen könnt ihr euch durch eine schier unermessliche Musikbibliothek wühlen und was Tinder für promiskuitive Männer/Frauen ist, stellt Spotify für Musiknerds dar.

Größte Stärke von Spotify ist, dass ihr auch komplett kostenfrei Musik genießen könnt. Hierbei wird immer mal Werbung eingespielt, aber das ist im Radio nicht anders, nur hier habt ihr die volle Kontrolle. Da Spotify Lizenzen erworben hat, läuft auch alles legal ab. Finanziert wird der ganze Spaß durch 15 Millionen zahlende Kunden (Stand: Anfang 2015), gespielter Werbung und der Tatsache, dass Labels ihre Musik auch kostenfrei zur Verfügung stellen. Doch immer wenn es schöne Dinge gibt, kommt jemand, kackt alles voll und zieht daraus seinen eigenen Profit. Wie üblich ist dieser Jemand mal wieder Apple.

Apple hat vor einiger Zeit den Kopfhörerhersteller Beats Electronics für 3,2 Milliarden Dollar übernommen. Doch warum hat man Dr. Dre (Mitgründer von Beats Electronics) zu einem reichen Mann gemacht? Nur wegen der überteuerten Plastikkopfhörer? Nicht ganz: Hauptaugenmerk lag eigentlich auf dem angegliederten Streamingdienst Beats Music. Hier plant Apple einen großen Relaunch und will in der zweiten Jahreshälfte den Markt für Musikstreaming ordentlich in die Mangel nehmen. Bedenkt man die Marktmacht die Apple vor allem mit iTunes besitzt, dann gibt es nur einen wirklichen Gegenspieler und der ist grün, groß, muskulös und heißt nicht Hulk, sondern Spotify.

Der Hardcore-Weg wäre nun sich dem Wettbewerb zu stellen und einfach der Beste zu sein, um am Ende der Champion im Streamingmarkt zu werden. Apple hat aber scheinbar genauso viel von Ehrgefühl gehört wie von fairen Arbeitsbedingungen und sich schlussendlich dafür entschlossen Labels dazu zu bewegen, die kostenlosen Lizenzen für Spotify nicht zu verlängern. Natürlich immer schön mit der Drohung in der Hinterhand, diverse Künstler einfach nicht mehr bei iTunes, dem wichtigsten digitalen Musikmarkt, zu listen.

So behaupten es zumindest die Gerüchte, die derzeit im Umlauf sind. Für Spotify wäre dies eine mittelschwere Katastrophe und für Apple ein guter Ausgangspunkt, um mit seinem Beats Music ordentlich durchzustarten. Das dieses Vorgehen eher halblegal ist, scheint dabei in Cupertino niemanden zu stören. Derzeit beschäftigen sich amerikanische und europäische Wettbewerbshüter mit dieser Thematik und da könnte noch eine ganze Wagenladung Scheiße über Tim Cook und seine Gang hereinbrechen. Wahrscheinlicher ist, dass Apple mit einer Armee an überbezahlten, von Prostituierten koksenden Havard-Anwälten auf den Plan tritt, um am Ende doch als Sieger hervorzugehen.

Meine Meinung:

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