Zu hart: Infant Annihilator von Spotify gesperrt


Vor wenigen Stunden bekamen Infant Annihilator aus Großbritannien von ihrem Anbieter tunecore die Nachricht, dass ihre Musik von Spotify und ITunes entfernt worden sei. Der Grund: Es sei das Recht von Streamingdiensten, Inhalte, die als beleidigend empfunden werden oder mehrfache Beschwerden nach sich ziehen, zu löschen.

Völlig klar, die Jungs machen keinen Kuschelrock, sondern brachialen Eggmetal. Wie das klingt, könnt ihr euch hier nebenbei anhören:

Ich stelle mir die Situation vor, dass ein solcher Song in meinen „Mix der Woche“ oder in die zufällige Wiedergabe rutscht und es wird sicher Leute geben, die sich bei mehrfach unfreiwilligem Hören über solche Musik beschweren. Aber ist es dann die richtige Konsequenz zu sagen: „Hey ihr seid zu hart, die Leute beschweren sich schon. Wir nehmen eure Musik auf Anordnung mal eben von Spotify und iTunes/Apple Music, den Musikstreaming-Diensten mit der größten Reichweite“? Ist es dann nicht vielmehr die Aufgabe der Anbieter, den Leuten die Songs auf die Ohren zu geben, die sie wirklich hören wollen? Alle Leute, die sich aufgrund des Angebots an harter Musik ein Abo der Dienste gekauft haben, um werbefrei ihre Lieblingsmusik zu genießen, sind an dieser Stelle Leidtragende des Monopols der beiden Anbieter. (Fangt mir nicht mit Deezer oder Google Play Music an – das nutzt einfach keiner.) Bleibt das ein Einzelfall oder werden bald auch andere Bands aufgrund ihrer Härte und angeblichen Beschwerden ihre Musik woanders präsentieren müssen?

 

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